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Aha: Die Gurkennorm wird abgeschafft

Heute Morgen in der NZZ aufgeschnappt: Die EU-Gurken-Norm soll abgeschafft werden, aber vielleicht doch nicht. Endlich, sagen manche; leider, sagen andere.

Die Norm selber ist eine der besonders schönen Exemplare von Bureaucrats gone wild aka Apparatschicks at work. So wird zum Beispiel genau festgelegt wie viel Krümmung eine Gurke haben darf: "Leicht gebogene Gurken können eine maximale Krümmung von 20 mm auf 10 cm Länge der Gurke aufweisen".

Nun soll die Norm also abgeschafft werden. Verkauft wird das dann als "Bürokratie-Abbau", laut der zuständigen Kommissarin Mariann Fischer Boel.

Doch so schnell geht das nicht. Konkret sind insbesondere einige der grossen Produzentenländer wie Deutschland, die Niederlande, Frankreich und weite Teile des Handels dagegen. Besonders bei den Staaten ist das scheinheilig, denn auf der einen Seite zeigen sie immer gerne auf Brüssel als Quelle von Ungemach, andererseits wollen sie die lokale Agro-Klientel dann doch nicht verärgern. Denn eine standardisierte Gurke ist europaweit vergleichbar und somit einfacher verpackbar und handelbar. Das hat auch der ehemalige Bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber gesehen, der sich sonst in seiner Pension um die Lichtung des Brüsseler Dschungels kümmert (Flächendeckende Abholzung ist doch schlecht - siehe Amazonas, doch davon ein andermal)

Wird die Norm im Herbst abgeschafft, sind wir alle erleichtert. Oder? Oder etwa nicht? Denn wir, die wir unser Auskommen mittels dem Internet verdienen, profitieren von weltweiten Standards wie kaum jemand sonst...

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Ökonomie praktisch: Auswirkungen vom hohen Ölpreis

Oft bleibt Ökonomie recht theoretisch. Die tägliche Lektüre des NZZ Wirtschaftsteils ist nicht jedermanns Sache. Wie sich die 10vor10 Meldung vom Fasspreis über $140 tatsächlich auf unser Leben auswirkt - ausserhalb der hohen Preise an der Zapfsäule - bleibt oft wenig greifbar.

Deswegen ab sofort die neue Rubrik: Ökonomie praktisch.

Als erster Eintrag gleich ein sehr plastisches, oder soll ich sagen, metallenes Bild der Auswirkung von hohen Ölpreisen. Gleich neben uns gibts eine grössere Brachfläche wo eigentlich schon länger gebaut werden sollte (doch davon ein andermal mehr). Die Emil Frey Garage hat die Fläche wohl gemietet, um einige Occasionen darauf abzustellen und der daran vorbeifahrenden und -gehenden Kundschaft anzupreisen.

Ökonomie praktisch:

Doch irgendwie wirken diese Riesenautos im Moment ziemlich statisch und unverkäuflich. Kunststück bei durchschnittlichem Verbrauch von (Herstellerangaben) 8.6l bis 13.1l auf 100km.
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Leseempfehlung

Dass der Economist seit bald 20 Jahren zu meiner Wochenendliebliengslektüre zählt, ist wohl bekannt. Eigentlich lese ich den Economist lieber in gedruckter Form. Seit der Einführung der Farbe im redaktionellen Bereich zwischendurch etwas weniger gern. Nicht wegen der Farbe, aber weil mit deren Einführung auch eine sprachliche Anpassung erfolgte: Etwas weniger Britischer Witz, etwas mehr geglättetes globales Englisch.

Angesprochen durch das Abo-Verlängerungsangebot um drei Jahre (Irgendwoher kenne ich doch 3-Jahres Verträge...) hab ich mich mal wieder auf der Website umgeschaut und vier aktuelle Lesetipps gefunden:

  1. Warum es jetzt gerade erst recht sinnvoll ist ein Geschäft aufzumachen: Folge Felix Dennis (einem kontroversen englischen Geschäftsmann)
  2. Management Inertia: Oder warum Manager meistens nicht reagieren und wenn dann zu spät und falsch
  3. Dabbawala oder was das Äquivalent des Pizza-Blitzes aus Mumbai uns zum Thema Logistik zu sagen hat
  4. Die Kallery ist ein garantiertes Schmunzeln
Happy reading.
 
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Heute in: Oerlikon - Webtuesday bei local.ch

Heute Abend findet hier bei local.ch der Webtuesday statt mit einer Reihe von lightning talks.

Webtuesday here at local.ch

Eigentlich wärs ja draussen ziemlich schön, aber eben der Sommer ist leider grad sich am verstecken.

Und draussen: Wo ist der Sommer?
Also sitzen wir hier und hören aufmerksam zu, z.B. Cédric über "Perceived Speed of Web Applications" oder Alex Bechtl über ikiwiki.
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Message to Bankers und andere Abzocker: Warum ein relativ tiefer Gini-Coeffizient gut ist

Der italienische Statistiker Corrado Gini hat 1912 einen Index zur Messung der statistischen Verteilung vorgeschlagen, der vor allem zur Messung der Verteilung von Einkommen und Vermögen benutzt wird - der Gini Coefficient.

Quelle: Wikipedia

Ein Gini Coeffizient 0 besagt, dass jeder genau gleich viel verdient oder Einkommen besitzt. Ein Coeffizient von 1 heisst, dass eine Person alles verdient / besitzt und die anderen nichts.

Nun, interessant ist, direkt nach dem Zweiten Weltkrieg Ernst gemacht wurde mit der Idee der Leistungsgesellschaft. D.h. ein Kind konnte egal von welcher Herkunft eine gute Ausbildung absolvieren und so sein eigenes Los in die Hand nehmen. Das Resultat: In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis weit in die 90-er Jahre lagen diese Coeffiziente in den meisten westlichen Ländern irgendwo zwischen 0.3 und 0.5 waren. D.h. es hab in den Ländern stärker werdende Mittelschichten und eben ein ausgeglichener Reichtum.

In Ländern, zum Beispiel Entwicklungsländer wie Namibia aber auch Schwellenländer wie Brasilien, Südafrika, etc. mit einem hohen Gini Coeffizient (0.5 und grösser) schlägt sich das direkt auf die Gesellschaft durch: Hohes Armutsgefälle, entsprechend hohe soziale Probleme wie grassierende Arbeitslosigkeit, Kriminalität, etc.

Bedenklich ist vor allem die Entwicklung in den westlichen Ländern in den letzten Jahren, besonders in den USA. In den Golden Sixties lag der Index für die USA unter 0.4 und stieg seither kontinuierlich auf inzwischen 0.46, das höchste Niveau seit der Grossen Depression in den zwanziger / dreissiger Jahren.

Warum ist das schlimm? Ausgeglichene Gesellschaften sind in jeder Beziehung bessere Gesellschaften: Bessere Lebensqualität, längere Lebenserwartung, bessere Zukunftschancen, tiefere Kriminalität, bessere (öffentliche) Dienstleistungen, etc. Amerika bewegt sich mit grossen Schritten weg davon Richtung ungerechte und segregierte Gesellschaft. Nur noch eine Handvoll reiche Leute verfügen über schier unbegrenzte Mittel und der grosse Rest darbt. Die Konsequenzen eines solchen Gefälles sind klar: Siehe zum Beispiel Südafrika.

Dieses Aussage ja nicht verwechseln mit einer stupiden Gleichmacherei und einer erzwungenen Umverteilung über hohe Steuern und andere Zwangsabgaben. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand über den Aktienteil seiner Firma oder einer FIrma, in die er investiert, ein Vermögen akkumulieren kann. Der Counterpart ist dann gegeben, wenn man mit eigenem Geld in eigenes Risiko geht, abstürzen kann, aber eben auch gewinnen. Was nicht angeht sind die heute perversen Gehälter von sogenannten Spitzenmanagern, die ohne eigenes Risiko dicke Saläre einstreichen.

Aber zu einer guten Gesellschaft gehört ein Gesellschaftsvertrag der Leistung fair belohnt und Leuten mit weniger Chancen hilft, sich wieder eigene Chancen zu erarbeiten. Diese dann wahrzunehmen, ist ihre und nur ihre Aufgabe (Sprich Arbeit muss sich mehr lohnen als Sozialhilfe, aber wenn jemand aus dem Job fällt, dann gehört ihm / ihr geholfen. Und ein Kind aus einer wenig bemittelten Familie hat genau das gleiche Recht auf eine Chance - sprich gute Ausbildung - im Leben wie ein Kind aus einer begüterten Familie, etc.).

Eigentlich ganz einfach. Aber warum vergessen das die Leute hüben wie drüben im Moment so oft? Warum fokussieren sie sich auf das erhaschen von Privilegien für ihresgleichen (Steuergeschenke für die Reichen, ein ausufernder Sozialstaat für die Armen) anstatt sich gemeinsam für eine bessere Gesellschaft einzusetzen? Wobei klar ist wer den ersten Schritt zu tun hat - die Besserbemittelten, denn sie können es sich leisten und das letztlich aus pur lauterem Eigennutz, denn zur Konsequenz von Nicht-Handeln gibt es genug aktuelle Beispiele. Ich zum Beispiel will auch weiterhin ruhigen Fusses nachts durch den Zürcher Hauptbahnhof gehen können ohne Angst um Leib und Leben. Ein Privileg, dass es in vielen Nationen nicht gibt. Sich dafür einzusetzen lohnt sich - für alle.
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Heute in: Ponte Tresa

Alle paar Monate machen wir bei local.ch ein sogenanntes Mash-Up Meeting. Genau wie es die Wiki Definition meint, mixen und fügen auch wir bestehende und neue Dinge in neuer Form zusammen. Diesmal machen wir das in Ponte Tresa im Tessin. Schön ist es hier allemal...

Mashing Up Ponte Tresa

... und produktiv auch...

Mash-up in Ponte Tresa


Wir haben eigentlich nur gute Erfahrung mit dieser Form von Meeting gemacht. Sie ist Teil unserer Überzeugung, dass wir ein Projekt wie local.ch mittels neuen Organisationsformen effizienter, erfolgreicher und letztlich für den Nutzer besser und für uns als Umsetzungsteam befriedigender gestalten können.

Wie sieht so ein Mash-Up aus? Am ersten Tag gibts jeweils einen Überblick über den aktuellen Stand, danach eine Serie von Workshop Sessions zu verschiedenen Themen. Diese werden im Plenum vorgestellt und diskutiert. Am Abend kommt das Soziale ganz sicher nicht zu kurz... Der nächste Tag steht unter Aspekt "Ausblick": Wir schauen nach vorne und fixieren die wesentlichen Linien für die nächsten Monate.

So haben wir innerhalb kurzer Zeit das ganze Team auf gleicher (hoher) Flughöhe und können fokussiert an die Umsetzung gehen ohne Zeit zu verlieren und unnötigen Abstimmungsgeschichten, die meist frustrierend und wenig zielführend sind.



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Heute in: Jongny

Für den besprochenen MBA Kurs bin ich heute in Jongny.

Heute in: Jongny
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Netzwerkorganisation

Für einen MBA Kurs, den ich nächste Woche für ein Firmen internes Programm bei Nestlé halten werde, habe ich das Thema Netzwerkorganisation und virtuelle Organisationen aufbereitet. Dabei habe ich auch die Forschungsergebnisse des Domino Projekts wieder hervorgeholt, entstaubt und festgestellt, dass diese Resultate noch immer sehr relevant sind. Die Essenz aus dem Abschlussbuch habe ich hier zusammengestellt (PDF, 500kb).
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“We are in the midst of the worst financial crisis since the 1930s.”

Das Zitat stammt von George Soros und ist der Eröffnungssatz zu seinem neuen Buch: The New Paradigm for Financial Markets: The Credit Crisis of 2008 and What It Means.

Wenn der Mann der die Bank von England knackte meint, es stehe ernst um die Lager der Finanzmärkte und ganz allgemein um die Lage der Welt, lohnt sich zumindest zuzuhören.

Normalerweise - so Soros - wechseln sich Wachstumsperioden mit Niedergangsperioden mit einer gewissen Regelmässigkeit ab. Diesmal war es der Amerikanische Hausmarkt. Familien mit geringen Einkommen erhielten einfach Hypotheken. Die Hypotheken selber waren oft so ausgestaltet, dass sie zu Beginn sehr billig waren und über Zeit teurer wurden (Anpassung des Zinssatzes von 1% in den ersten Monaten bis auf 8%, teilweise so wird berichtet bis auf 14%). Das ging gut, solange die Hauspreise noch schneller stiegen und der Wert des Hauses bei Wiederverkauf die Hypothek längstens abdeckte.

Die Hypotheken selber wurden dann mit immer komplizierteren Instrumenten aufgeteilt und weitergereicht. Dass dies nicht gut gehen kann und eigentlich einfach zu begreifen wäre, haben wir auch hier schon dokumentiert.

Dieses Mal ist es laut Soros anders: Der Superboom kommt nach 60 Jahren seinem Ende entgegen. Der Zusammenfall von verschiedenen Trends wird dazu führen, dass ein markanter Shift weg von der Dominanz Amerikas zu beobachten sein wird. Dieser wird politische Auswirkungen haben: Amerikanischer Protektionismus, weltweite Verwerfungen und eine deutlich Verschlechterung der ökonomischen Perspektiven.

Man stelle sich alleine Mal vor, was passiert wenn der langfristig erreichbare Aktiengewinn von ca. 8% schwindet, und damit auch gleich noch die Rendite von Staatsobligationen sinkt. In der Schweiz würde die Mindestverzinsung von Renten erneut deutlich gesenkt mit verherenden Folgen für das Land.




PS: Dass wir in einer Krise stecken zeigt ein Tagesschau Beitrag von heute Abend: In Amerika sind 28 Mio. Amerikaner (10% der Bevölkerung) auf Lebensmittelmarken angewiesen (Tagesschau vom 13.4. - warum hat SF eigentlich keine Permalinks?!)



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24/7 Internet: Bloggen verursacht Tod

In Amerika gibts aktuell eine Reihe von Berichten über die 24 Stunden, 7 Tage Woche im Internet. Kürzlich verstarb in Amerika ein Blogger (60) wegen eines Herzinfarkts, weitere Blogger hatten ebenfalls schon schwere Gesundheitsprobleme. Als Grund wird das atemlose Internet genannt. Richtig, es gibt jeden Tag Neues, Spannendes, Belangloses und schnell zu Vergessendes. Darin nicht komplett zu ertrinken verlangt einiges an Selbstdisziplin.

Hier gehts zum Artikel von der New York Times.

Eine ganze Reihe von anderen Publikationen hat das Thema augenommen:

Guardian Unlimited, bub.blicio.us, ParisLemon, Brian Alvey, The Blog Herald, Dana Gardner's BriefingsDirect, broadstuff, CrunchGear, Silicon Alley Insider, Mark Evans, WinExtra, MediaFile, SYNTAGMA, Peter O'Kelly's Reality Check, Howard Lindzon, Churbuck.com, TeleRead, BloggingStocks, TechBlog, Web Worker Daily, Pro Blogging News, Slashdot, Smart Mobs, Profy.Com, Worker Bees Blog, Cool Rules Pronto, TECH.BLORGE.com, Social Media, Screenwerk, SEO and Tech Daily, Gawker, Mashable!, Life On the Wicked Stage, VentureBeat, Smalltalk Tidbits … and Deep Jive Interests
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