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Facebook Müdigkeit - 1/3 meiner FB Freunde hat sich von FB verabschiedet

Wir sind für unsere Memonic for Salesforce Integration im Salesforce Appquest Wettbewerb als eine von zwei europäischen Firmen unter die Top 16 nominiert worden. Die ganze Abstimmung läuft auf Facebook (und bis morgen 5. August könnt ihr auch noch für uns stimmen – merci!).

Heute Mittag wollte ich allen Freunden, die noch nicht für uns gestimmt haben ein Mail schicken. Dazu habe ich alle „Likers“ auf der Wettbewerbsseite mit meinen Facebook Freunden verglichen (Einige von Euch haben inzwischen ein Mail von mir erhalten).

Dabei habe ich von meinen 346 Freunden etwa 250 Profilseiten aufgemacht. Dabei ist mir folgendes aufgefallen. Gefühlt hat ein Drittel meiner Freunde in der letzten Woche einen Post oder eine andere Aktivität mit einer Spur im Newsfeed gestaltet. Ein weiteres Drittel hat ca. vor ein bis zwei Monaten die letzte Aktivität. Das letzte Drittel hat im letzten Jahr keine oder ein, zwei Aktivitäten in ihrem Newsfeed.

Nun kann es sein, dass es Leute gibt, die Facebook nur konsumieren, kein Post schreiben, auch kein „Like“ klicken oder keine Verknüpfungsanfrage je beantworten (Mindestens meine haben sie mal gutgeheissen). Doch so recht kann ich das nicht glauben.

Soweit ich weiss, geht es aber allen Personen so weit gut, das kann auch nicht der Grund fürs grosse Schweigen auf Facebook sein. Und ein kurzer Check auf Google+ zeigt, dass sie auch nicht umgezogen sind.

Was also ist passiert?

Facebook Müdigkeit?!

Es gibt schlicht Wichtigeres als den „I went for lunch“ Post.

Vielleicht sind meine Freunde (und Freundinnen) atypisch, doch auch das kann ich nicht wirklich glauben. Sollte meine Beobachtung eine Tendenz aufzeigen, wäre das fatal für Facebook’s Aussichten und ein weiterer Grund Facebook Aktion zu „shorten“.

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Langsam tönen die Ego-Shooter Lobbyisten wie die National Rifle Association

Dass der irre Norweger zu Hause auch Ego-Shooter Spiele hat, erstaunt nicht. Dass nun allerlei Leute deren Einschränkung fordern, auch nicht. 

Die Argumente der pro-Killerspiel Interessierten aber haben es in sich: Keine ursächliche Wirkung zwischen Killerspielen und effektiver Gewalt könne bisher nachgewiesen werden. Das klingt je länger je mehr wie die National Riffle Association: Es gebe keinen Zusammenhang zwischen Besitz von Waffen und Tötungsdelikten. Genau: Deswegen kennt Kanada eine wesentlich tiefere Mordrate als die USA (pdf Verweis). Hört auf damit: In allen grossen Fällen von Gewaltexzessen wie in Norwegen oder Wineden, haben die Täter aktiv Gewaltspiele gespielt.

Und bitte auch aufhören mit dem Holzhammerargument, dass jeder der Täter auch Milch getrunken habe und sicher in seiner Jugend auch Fussball gespielt habe. Das als Ausrede zu benutzen ist etwa so hohl, wie zu sagen, dass jeder Mörder und sein Opfer auch mal die Sonne gesehen habe. 

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Heute in: DeVigier Sommerevent Solothurn

Heute bin ich hier in Solothurn am De Vigier Sommerevent. Wir haben letztes Jahr den Preis gewonnen und Jean-Pierre Vuilleumier hat uns alle zu einem Alumni Event eingeladen. Im Austausch für ein tolles BBQ haben einige von uns einen kurzen Vortrag gehalten. Ich zum Thema, wie ich eine billige (IT) Infrastruktur für ein Startup aufbauen kann. (Meine Folien - pdf, 1.7MB).  Anbei die Liste der Tools (nicht abschliessend), die wir bei Memonic einsetzen:

Company essentials

Client / User Relationships

Product development

Engineering

Platform operation

Danke für den Event, Jean-Pierre!

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Memonic - Alles Neu macht der Mai

Es gibt einen guten Grund, weswegen ich die letzten paar Wochen hier auf dem Blog geschwiegen habe. Obwohl es eigentlich viel zu kommentieren gäbe:

Da war mal die frohe Nachricht, dass (der moderne) Geronimo endlich auf dem Weg zur Hölle ist. Weniger froh gestimmt, war in der folge ob all der vielen Expertenmeinungen. Selbst ernannte Experten wollten plötzlich alles genau wissen und den USA Tipps und Tricks mitgeben, als hätten sie das nicht schon 10 Jahre machen können... Das ganze war etwa so aufschlussreich wie Sex-Tipps von Mönchen, wie ein Freund meinte. 

Darob ging fast der arabische Frühling vergessen, der, so will es der Lauf der Dinge, inzwischen auch schon die ersten welken Blätter zeigt. Revolutionen sind nie eine gradlinige und einfache Angelegenheit und der Weg zu einem gerechteren Staat (für wen genau, und wie misst man "gerecht") meist lang und holprig. 

Lang und in Teilen auch holprig ist der Weg zur besten Knowledge Curation Lösung. Warum? Schlicht weil wir nicht einfach kopieren können. Ähnlich wie damals als wir local.ch erfanden. Damals gabs auch keine local search Lösungen, die einfach auf die Schweiz zu adaptieren waren. Die Verbindung von Online Kare und Adressen war 2004 / 2005 noch neu. Maps.Google gabs erst als Rudiment. Map.Search ebenso. Also mussten wir Grundlagenarbeit leisten. 

SquirrelGenau so ergeht es uns heute. In den letzten 12 Monaten haben wir viel gelernt, dank unseren NutzerInnen. Dieses Feedback haben wir ernst genommen. Das Resultat: Vor ein paar Tagen haben wir mit Memonic 2 die nächste Version live geschaltet und sind der Meinung, damit die beste Lösung "in town" zu haben. Das finden inzwischen auch eine ganze Reihe Nutzer

"Eine kleine Liebeserklärung an memonic: Link Organizer, Web-Scanner und Online-Notizblock für einsame Online-Rechercheure und moderne Teams." 

Also am besten gleich selbst ausprobieren

Tipp: Ab Samstag kann man zusammen mit der ComputerBild in Deutschland Memonic zum Sonderpreis erwerben. Einfach am Kiosk vorbeigehen, oder online auf diese URL gehen.

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Startup Bewertungen laufen aus dem Ruder (aka Hype)

In der NY Times vom Wochenende wurden graphisch die grössten Startup-Bewertungen aufgezeigt. Es scheint es sei es wieder 1999, sprich Hype.

Ein Beispiel habe ich mir genauer angeschaut. Henning Steier von der NZZ zitiert eine Studie von Shaomei Wu von der Cornell University wonach 20'000 Twitterer 50% des Twitter Verkehrs von 190 Millionen Mitgliedern ausmachen (Eigene Einschätzung: Ich gehöre nicht dazu).



Quelle: NY Times

Twitter will - so zumindest ihre Verlautbarungen - in Zukunft mit Werbung Geld verdienen. Für effektive Werbung im Internet zählen letztlich nur aktive Nutzer, denn Karteileichen klicken nie auf eine Werbung. Konkret wird sich das Werbeinteresse auf diese 20'000 Heavy-Twitterer konzentrieren. 

Einfache - und zugegeben reduktionistische - Berechnung: Bei einer aktuell rumgebotenen Bewertung von $7.7 Mia. heisst das: 50% (Kernzielgruppe) von $7.7Mia. geteilt durch 20'000 aktive Nutzer ergibt $192'500. Diesen Betrag je durch Werbung zu refinanzieren ist nicht möglich.

Ergo ist Twitter (wie auch Facebook) je nur ein Bruchteil wert, oder im Moment ist Hype angesagt... 

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Der Grund für die Finanzkrise: Herdentrieb auf dem Flug nach London

Letzten Mittwoch sind Keren und ich mit dem 7h15 Flug von Zürich nach London geflogen. Die Menschenmenge beim Gate liess auf eine volle Maschine schliessen. Alles "Suits", d.h. Herren im dunklen Anzug, wie immer (zu) wenige Damen, einige schon fleissig am telefonieren, andere am FT lesen. Ganz offensichtlich vorwiegend Bänkler auf dem Weg in die City. Die mitgehörten Gesprächsfetzen bestätigten das auch.

Um 6h50 wurde die Maschine zum Einsteigen aufgerufen.

Sofort drängeln alle direkt auf den die Gate Kontrolle zu. Nur, der Bus, der uns zum Flugzeug bringt, ist noch gar nicht da. D.h. die Leute müssen hinter der Ticketkontrolle in einem engen Geviert warten. Hindert sie alle nicht daran, sich in dieses Gehege zu drängeln. Herdentrieb eben.

Kein Wunder ist die Finanzbranche so volatil. Wenn alle immer wie in einer Herde den andern nachrennen, kann das ja nur zu Verwerfungen (nach unten und oben) führen. D.h. die nächste Krise kommt bestimmt.

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Ein Marshall-Plan für Nordafrika

Auf dem Weg ins Tessin höre ich das Echo der Zeit. Topthema: Libyen. Innerhalb von nur zwei Monaten hat sich der arabische Raum komplett verändert. Regime, die unverrückbar schienen, sind binnen Wochen weggefegt. Die alten Garden zwar noch nicht weg, aber eine breite Bevölkerung engagiert sich für ein neues Tunesien, ein neues Ägypten und hoffentlich bald schon ein neues Libyen.

Die Protestbewegung wird von ganz gewöhnlichen Menschen getragen. Keine bigotten Fanatiker und keine Radikalen. Stattdessen Leute, mit den gleichen Bedürfnissen wie nördlich vom Mittelmeer: Ein Leben in Freiheit, die Möglichkeit eine Familie mit anständiger Arbeit auch anständig durchbringen zu können und Perspektiven für die Kinder. Es ist das Streben nach einem freien, demokratischen und gerechten Staatswesen für alle.

Eine positive Entwicklung.

Wir sollten sie mit aller Kraft unterstützen. Ein Marshall Plan für Nordafrika tut Not. Eine grosszügige Geste auf lange Sicht angelegt, damit in den heute darbenden Nationen das feine Pflänzchen Demokratie gedeihen kann.

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Die Finanzbranche hat den moralischen Kompass verloren - Sagt der wichtigste Banker der Welt

Wohin sind wir gekommen wenn selbst Bill Gross, Chef von Pimco, der weltgrössten Mutual-Funds Firma mit über 1300 Milliarden Doller verwalteten Vermögen, von einem "Pakt mit dem Teufel" spricht.

Und davon, dass die Finanzbranche ihre moralische Basis verloren hat: 

"Vielmehr hätten Finanzmarktteilnehmer ihre moralische Basis verloren, seit sie den Weg entdeckt hatten, aus Geld noch mehr Geld zu machen und masslos reich zu werden."

Das alles steht in der NZZ von heute und scheint kaum jemanden gross zu interessieren. Als seien wir alle schon so abgestumpft vom offenbar wirkungslosen Versuch, die Finanzbranche zurückzubinden. Mit Geld Geld verdienen kann nie aufgehen. Wann begreifen das die netten Nadelstreifenmänner?

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Virtual Organizations: Vortrag an der Lift11 in Genf

Heute habe ich hier in Genf an der Lift Conference einen Vortrag gehalten zum Thema "Virtuel Organizations". Die Lift Konferenz ist eine Veranstaltungsreihe rund um das Thema "What can the future do for you?" Spannend. Meine Slides mit den Tooltipps sind hier zu finden.

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Wette anzubieten: Federer gewinnt den Grand Slam

Roger Federer ist gut unterwegs in Melbourne bis in den Final vorzustossen. Er hat zur Zeit eine traumhafte Form. Die Gegner werden regelrecht vom Platz gefegt, letztmals gestern unserem Stan - The Man - Wawrinka widerfahren. Wenn er so weiterspielt (Verletzungspech ausgenommen)...

Hier die Wette: Ich wette, dass Roger Federer dieses Jahr den Grand Slam holt, d.h. alle vier Majors gewinnt (Melbourne, Paris, London, New York). 

Wetteinsatz: Ein Abendessen in der Kronenhalle.

Damit es nur Gewinner gibt, wird die Rechnung wie folgt aufgeteilt. Der/die Gewinner/in zahlt den Wein, der/die Verliererin zahlt das Essen. 

Wer hält dagegen? Ein Mail an Dorian at Selz.ch genügt.

Update 27. Januar 12h43: Das ging jetzt aber sehr schnell... und schon ist die Wette verloren. Die beiden Einsender Eric und Oliver haben gewonnen und können mich zu einer Flasche Wein einladen. Ich zahl das Essen. 

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