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Yahoo's a mess - Jetzt weiss ich warum

Heute habe ich bei uns im Kaffeeraum dieses Poster gesehen.

Yahoo's a mess

Jetzt weiss ich warum Yahoo so ein Chaoshaufen ist und (bisher*) keine kohärente Strategie** hat(te). Das Poster von aktuellen Yahoo Projekten und Firmen sieht aus wie ein Web 2.0 Logofriedhof. Beim genaueren Hinschauen sieht man dann so unterschiedliche Themen wie verteilte, skalierbare Storage (Hadoop), eine Event-Website (Upcoming) und ein Geo-Experiment (Fire Eagle) dicht beieinander. Kann sein, dass sie bei Yahoo eine (Marken-)Strategie haben bei der so unterschiedliche Dinge zusammenpassen. Für den Normalsterblichen erschliesst sich der tiefere Grund nicht.

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*) Vielleicht wirds besser mit der neuen Chefin Carol Burtz, wobei sie sich für's erste Jahr ein B-Minus erteilt
**) Ich bin der Meinung, dass eine Strategie auf ein A4 Blatt passen muss. Warum? Sie muss einem gewöhnlichen Mitarbeiter oder Interessierten einfach und schnell erklärbar sein. Sonst wird ein Mitarbeiter sie nie selber leben und ein Interessierter nie verstehen was das Unternehmen eigentlich will und für was es steht.

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Eine elegante Lösung für das Problem UBS

Letzten Freitag kam der zweite Gerichtsentscheid: Die Herausgabe der Kontendaten im Steuerdisput UBS - USA durch die Finma war illegal und genau so ist es die Amtshilfe bei schwerer, fortgesetzter Steuerhinterziehung.

Halten wir fest: Es geht hier darum, mit Hilfe des Schweizerischen Bankgeheimnisses sich dem Zugriff der US-Steuerbehörden wiederholt und mit Absicht zu entziehen. Die UBS (und viele andere Banken) haben während Jahren an diesem Geschäft gut verdient, obwohl jeder um dessen Ilegalität wusste (US Gov. Release und Unterlagen [PDF]).

Die Schweizer Behörden, allen voran der Bundesrat haben für die UBS nun vier Mal die Kohlen aus dem Feuer geholt. Immer wie mehr ist die ganze Schweiz in der Geiselhaft der UBS. Das geht so weit, dass die UBS beim Bundesrat den Befehl bestellt, die Daten herauszugeben.

Genug ist genug.

Es gibt eine elegante Lösung für das Problem: Die Herren Ospel, Kurrer und Rohner, hauptverantwortlich für das UBS Desaster und in Kenntnis der illegalen Tätigkeiten der eigenen Kundenberater (Die Lektüre der obigen Dokumente lässt kaum einen andern Schluss zu) sollen die Daten herausgeben.

Richtig, Herr Haltiner übergibt den drei Herren die Daten in einem Couvert (ein gut bekannter Vorgang in Bankkreisen). Die Reisegruppe Ospel genehmigt sich eine Spritzfahrt zur US-Botschaft in Bern und übergibt die Daten den Amerikanern.

Die drei machen sich der schwersten Bankgeheimnisverletzung schuldig. Und sie werden im Umfang ihrer Vermögen schadensersatzpflichtig. Vermutlich würden sie länger weggesperrt. Genau das ist das Ziel.

Es wäre ein Winkelried-Akt in umgekehrter Form: Keine Heldentat, sondern der logische Schluss ihres verwerflichen Handelns. Wie bei Shakespeare'schen Dramen: Am Schluss endet alles in der Tragödie für die Beteiligten.

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Europa wird eins

Heute Morgen auf dem Weg ins Büro beim Volkshaus in Zürich gesehen: Ein deutscher Reisecar mit einem grossen Signet einer irischen Website und einer englischen Telefonnummer. Europäische EInigung plastisch. Wäre bis vor 10 Jahren kaum möglich gewesen.

Europa wird eins

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Die Marktwirtschaft braucht klare Grenzen und Gesetze, sagt der Economist

The Economist puts more faith in business than most. Yet even the stolidest defenders of capitalism would, by and large, agree that its tendency to form cartels, shuffle off the costs of pollution and collapse under the weight of its own financial inventiveness needs to be constrained by laws designed to channel its energy to the general good. Business needs governing, just as science does. (Memonic Item)

Wie wahr.

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Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende: Herr Leuenberger berufen Sie Herrn Béglé ab

Und schon wieder ein Eklat bei der Post: Nach der plötzlichen Abberufung von Michel Kunz tritt heute Abend der langjährige VR Rudolf Hug. Streitpunkt in allen Fällen die von Béglé forcierte neue Strategie: Wachstum und Profit im Ausland, um den Service Public im Inland querzufinanzieren.

Herr Leuenberger, diese neue Strategie ist Schall und Rauch.

Herr Béglé lässt sich wie folgt zitieren: "Es geht letztlich darum, mit dem im Ausland verdienten Cashflow die Infrastruktur in der Schweiz zu finanzieren."

Das kann nicht gut gehen.

Nehmen wir einfach mal an, Herr Béglé vertriebe nicht die letzten guten Mitarbeiter bei der Post und es gelinge der Post im Ausland Fuss zu fassen und die anvisierten Gewinne zu realisieren: Fallen diese substantiell aus, so ergibt sich automatisch ein Ungleichgewicht innerhalb des Konzerns. Die Kollegen im Ausland werden sich fragen, warum sie mit ihren Gewinnen die Verluste im Inland querfinanzieren sollen. Besonders innerhalb der anvisierten Poststruktur als Aktiengesellschaft schaffen solche Ungleichgewichte über kurz oder lang Sprengpotential. Die von Béglé zitierte Nestlé würde es nie akzeptieren, mit den Gewinnen im Ausland ein defizitäres Schweizer Geschäft zu erhalten. Die Konsequenz: Das Schweizer Geschäft würde restrukturiert, abgebaut oder geschlossen. Das blüht mit der anvisierten Strategie von Béglé auch unserer Post.

Herr Béglé ist der falsche Mann für die Post. Herr Leuenberger berufen sie ihn ab. Und zwar schnell.

PS: Der Swisscom ist die bewusste Beschränkung auf die Schweiz gut bekommen. Es gibt keinen Grund weswegen Schweizer Steuergelder eine Post-Expansion in Asien finanzieren sollen.

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Update 19. Januar 2010: Herr Béglé tritt per sofort zurück. Gut so. Alleine sein Begründungsbrief ist Grund genug ihn zu entlassen. Kostprobe: "Ich tat dies mit der mir eigenen Innovations- und Schaffenskraft sowie meiner Weltoffenheit" Hybris kommt vor dem Fall.

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Das Krippenplatz Konundrum

Vielen jungen Familien geht es so: Aufgrund der Berufstätigkeit der beiden Elternteile, ist die Familie auf externe Betreuung der Kinder angewiesen. Ein Krippenplatz muss her. Und davon hat es zu wenig, meint man. Es gibt viele Artikel, die einen akuten Notstand auszumachen meinen, aber kaum nicht betreute Kinder. Wie kommt das? 

Meldet sich Nachwuchs an, so meldet fast jedes Paar diesen umgehend in mehreren Krippen an. In unserem Fall haben wir das Spiel auch mitgemacht und unser Kind in vier Krippen angemeldet (Wie ich mir von andern Eltern habe berichten lassen, werden oft bis zu 6 Anmeldungen hinterlegt. Wir nehmen im folgenden einen Schnitt von 5 an). 

Nehmen wir an in unserer näheren Umgebung gäbe es noch vier andere Familien mit dem Betreuungsbedarf von je einem Platz. Total also fünf Familien mit Bedarf für fünf Plätze.

Gesamthaft werden aber fünf mal fünf Anmeldungen generiert, total 25 Anmeldungen oder 25 Plätze fiktive Nachfrage für fünf effektiv gebrauchte Plätze. Jeder Sozialpolitiker schlägt Alarm und spricht von schaurigem Notstand.

Und natürlich ist das Spiel nicht ein einmalige Angelegenheit, sondern setzt sich über beliebige Perioden fort. D.h. die fiktive Nachfrage bleibt auf dem überhöten Niveau im Vergleich mit der effektiven Nachfrage.

Ist das Kind einmal geboren und ab dem 4 - 5 Monaten bereit für die Krippe beginnt ein Dominospiel. Die erste fixe Anmeldung hat zur Folge, das die vier andern Anmeldungen zurückgezogen werden. Etc. reihum. Am Schluss haben alle plus minus den gewnünschten Platz.

Plus minus deswegen, weil es wohl tatsächlich einen leichten Nachfrageüberhang gibt. Diesen Schluss legt die Tatsache nahe, dass es in den letzten Jahren in Zürich einen kontinuierlichen Ausbau des Angebots gab, das auch effektiv nachgefragt wurde. 

Insgesamt als weit weg von Notstand, sondern eher ein Beispiel für ein klassisches Marktversagen aufgrund von Informationsasymetrien.

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By courtesy of her majesty: Royal Bank of Scotland Beilage in der heutigen NZZ

In der losen Serie über Banken und Bank-Manager, die immer noch nichts begriffen haben, heute ein besonders schönes Müsterchen. In der heutigen NZZ - mit Titelbild von Königin Elizabeth II. - liegt eine farbige Beilage (Kostenpunkt: kaum unter 100'000 Franken, die NZZ also eine Empfängerin von britischen Steuergeldern) der Royal Bank of Scotland mit dem sinnigen Titel "Zu Ihren Diensten" bei. Genau genommen gehts um ein Werbepamphlet über strukturierte Produkte.

Courtesy of Queen Elizabeth II. - RBS Pamphlet

Wie bitte?!

Die bitterböse Ironie ist hier den Verantwortlichen nicht aufgegangen.

Die RBS ist seit letztem Jahr verstaatlicht. Sprich die vorliegende Broschüre wurde auf britische Staatskosten gedruckt.

Der Inhalt ist noch unfasslicher. Die "Leiterin öffentlicher Vertrieb Schweiz", Frau Irene Brunner, spricht in ihrem Editorial (Siehe Bild) von Eigentümerwechsel in zwei Phasen. Mit keinem Wort erwähnt sie im gesamten Editorial die Verstaatlichung der RBS.

Das unbedarfte Editorial von besagtem Pamphlet

Etwas Hintergrund: Die herausgebende Abteilung ist die vormalige ABN AMRO strukturierte Produkte Abteilung Schweiz. Die ABN AMRO wurde in einem von Gier und Eitelkeiten kaum zu überbietenden Übernahmekampf von der Banco Santander (Spanien) und ebendieser RBS (UK) übernommen. Es war der Beginn vom Ende, wie schon damals verschiedene Pressestimmen treffend voraussagten - und das 2007 ohne Kenntnis der Finanzkrise der letzten zwei Jahre.

Frau Brunner weiss das alles ganz genau. Doch davon kein Wort.

Auch der freundlich lächelnde Herr Hourican (Siehe erstes Bild), seines Zeichens CEO Global Banking & Markets spricht in seinem "Interview" lediglich davon "dass die britische Regierung als grosser Aktionär auf den Plan treten musste."

Im Fliesstext wird an einer versteckten Stelle von 70% Staatsanteil gesprochen. Falsch. Richtig ist, dass die RBS zur Zeit zu zu 84% den britischen Steuerzahlern gehört, die dazu notabene nie für ihr Einverständnis gefragt wurden. Fact checking war noch nie ein Forte der besagten Bank, sonst wärs nicht so weit gekommen.

Und als sei die Broschüre nicht schon Hohn genug für alle durch die Finanzkrise arbeitslos gewordenen Menschen, malt das Pamphlet auch noch das schöne Bild der ach so tollen struturierten Produkte. Der Chef Schweiz, Herr Lucas Bruggemann, schwafelt in in der Broschüre von drei wesentlichen Dingen "Menschen, langfristige Kundenbeziehungen, Vertrauen".

Direkt gefragt: "Herr Bruggemann, ist bei Ihnen die kürzer zurückliegende Geschichte der RBS noch nicht angekommen? Menschen wurden von der RBS millionenfach enttäuscht. Beispiel: Der Ex-CEO Fred Goodwin kassierte £20Mio und übertrug den Menschen Grossbritanniens die unlimitierte Haftung für sein Chaos. Bis zum heutigen Tag kostete das 45.5 Milliarden Pfund. Und sie getrauen sich von Menschen und Vertrauen zu reden? Ehrlicher wäre davon zu sprechen, wie verlorenes Vertrauen wiedergewonnen werden kann."

Über den Inhalt mag ich eigentlich gar nicht sprechen: Ein Geschwafel über strukturierte Produkte. Ja genau die Sorte Produkte, die ursächlich waren für die Finanzkrise, auch für die Totalpleite bei der RBS.

Liebe RBS Schweiz: Total fail.

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Richtig: Die Banken haben nichts gelernt

Rudolf Strahm hat neulich in der Berner Zeitung pointiert Stellung genommen über den Versuch der Finanzindustrie, starke Regeln zu verhindern.

Nach dem durch die Finanzindustrie mit dubiosen Produkten verursachten Flächenbrand, haben ebendiese noch immer nicht begriffen, dass anständige Wirtschaftsregeln nichts mit überbordender Regulierungswut zu tun haben. Anstatt den neuen Finma Regeln stattzugeben, wird heftig geschossen.

Banken sind für jede Wirtschaft essentiell, doch die Banker haben immer noch nichts gelernt.

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Axes of Taxes

Zur Zeit sind holzschnittartig zugeschnittene Vergleiche en vogue (Stichwort Indianer, Cowboys und andere Rowdys). Also will ich nicht nachstehen: 

Unser Ziel muss es sein, Regime von Hochsteuerwüsten daran zu hindern, die Schweiz und unsere Freunde und Verbündeten mit hohen Steuernlasten zu bedrohen. Einige dieser Regime waren ziemlich ruhig seit dem 11. September. Aber wir kennen ihr wahres Gesicht. Frankreich ist ein Regime, dass seine Steuersätze ständig erhöht, während die eigenen Bürger immer mehr darben.

Das deutsche Regime hat sich seit Jahrzehnten auf hohe Steuern eingeschworen. Dieses Regime hat wiederholt die eigene Bevölkerung mit hohen Steuern zur Steuerflucht getrieben. Dieses Regime hat sich internationalem Wettbewerb verschrieben und die Steuern trotzdem erhöht. Dieses Regime hat etwas vor der Welt zu verstecken. Staaten wie diese und ihre Verbündeten in andern Steuerwüsten konstituieren die Axes of Taxes und bedrohen mit ihren immer höheren Steuern den Frieden der Welt.

Ironie beiseite – in diesem Blog wurde mehrfach darauf hingewiesen wie ich über faire Steuern und unfaire Steuerhinterziehungspraktiken denke.

Der entscheidende Punkt in dieser Debatte ist doch folgender: Vordergründig geht es um die Schweiz, aber das eigentliche Ziel von Steinbrück & Co. sind die eigenen Bürger. Bürger, die von ihrem eigenen Staat in der Tat bis an die Grenze des erträglichen ausgesaugt werden.

Beispiel: Während wir in der Schweiz bis ca. am 19. April für den Staat arbeiten (der sogenannten Tax Freedom Day), müssen die Bürger in Frankreich bis am 16. Juli und in Deutschland bis am 13. Juli arbeiten (je Stand je 2007, Tendenz aufgrund der Wirtschaftsverwerfungen stark steigend)). D.h. gut die Hälfte vom Jahr arbeitet der durchschnittliche Bürger dieser Länder für ein Staatswesen, dass sie in Vielerlei Hinsicht enttäuscht. Kunststück, dass sie dieser erdrückenden Last mit legalen und weniger legalen Mitteln auszuweichen versuchen.

Doch wie es schon ein anderer Landsmann von Steinbrück gesagt hat: Ein patentes politisches Rezept ist das Ablenken von innenpolitischen Missständen durch aussenpolitische Aktionen.

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Nachtrag 1: Das können sie wirklich gut - zumindest die eine Steuerwüste: Ein Gesetz zur Verhinderung von Steuerflucht beschliessen und im gleichen Atemzug dessen Nichtanwendung beschliessen. Super, Peer, so macht man intelligente Politik.

Nachtrag 2: Eine intelligente Diskussion über die erodierende Folgsamkeit in Deutschland, laute Maulhelden und verfehlte Fiskalpolitik findet sich in der heutigen NZZ. Vorzugsweise in der Printausgabe zu lesen wegen der haptischen Erfahrung.

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V*(1+I+P) = überdurchschnittliche Resultate

Warum erreichen wir mehr, wenn uns unser Beruf mehr ist als Arbeit, unsere Tätigkeit uns interessiert und wir stolz sind auf das, was wir machen? 

Auf dem Nektoon Blog versuche ich ein paar Antworten zu geben.

Konklusion für Eilige: Es lohnt sich in jedem Fall aus einer Tätigkeit eine VIP (1) Tätigkeit zu machen. D.h. Arbeit (V), mit dem Interesse in die Arbeit (I) und dem Stolz auf die Arbeit (P) multiplizieren zu können. 

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