Sonntags Zeitungen: Computer Lektüre mit zweifelhaftem Tiefgang
Jeden Sonntag wieder: Zeitung lesen. Die SonntagsZeitung und die NZZ am Sonntag. Aus quasi professionellem Interesse lese ich natürlich auch deren Computer und Multimedia Berichterstattung. Während bei der Sonntagszeitung der Bereich Multimedia gar einen eigenen Bund zugesprochen herhalten hat, fristet die Rubrik bei der NZZ am Sonntag ein eher bescheidenes Dasein (Dafür gibts am Dienstag in der NZZ jeweils die Beilage Auto-Mobil, eine kuriose Mischung aus Auto und Computer).
Diesen Sonntag war die Themenwahl mal wieder eklektisch: Die sich seriöser gebärdende NZZ am Sonntag berichtet über die "Friedliche Koexistenz" mehrer Betriebssysteme auf demselben Computer. VM Ware und ähnliche Software ähnlicher Firmen, ist in der Industrie längst Thema und wird breit eingesetzt (Das fulminante Börsendebüt von VM Ware ist beredetes Zeugnis). Doch ist ein solcher Artikel für die breite Leserschaft nicht etwas zu technisch?
Die SonntagsZeitung setzt auf einfachere Kost: Facebook. In zwei längeren Artikeln wird über die Kraft hinter Facebook geschrieben und über den angeblichen Facebook Hype in der Schweiz. Ein Erbe eines grösseren Vermögens macht einen Club auf, hat eine ebenfalls weich gelandete junge Dame als Freundin und der Redaktor verwundert sich, dass dieser besagte Erbe ganz viele Freunde auf Facebook hat. Ja lieber Redaktor: Das ist im Nicht-Facebook Leben ganz genau so. Wenn du Chef eines angesagten Clubs bist, hast du plötzlich ganz ganz viele Freunde. Das Geschäftsprinzip eines Nachtclubs fusst auf dem.
Und noch was: Sonst scheint die Journalistengemeinde gerade der Sonntagspresse gerne mal einen Economist Artikel als Vorlage zu nehmen. Ist ja auch super: Der Economist erscheint am Freitag, da hat man grad noch Zeit die Woche zu retten und doch noch etwas einzureichen für die Sonntagsausgabe. Einfach hoffen, dass der Chefredaktor andere Dinge liest, oder dass er das auch schon gemacht hat und somit im selben Boot sitzt. Doch diesmal hat das nicht geklappt. Der Economist schreibt in seiner jüngsten Ausgabe:
Diesen Sonntag war die Themenwahl mal wieder eklektisch: Die sich seriöser gebärdende NZZ am Sonntag berichtet über die "Friedliche Koexistenz" mehrer Betriebssysteme auf demselben Computer. VM Ware und ähnliche Software ähnlicher Firmen, ist in der Industrie längst Thema und wird breit eingesetzt (Das fulminante Börsendebüt von VM Ware ist beredetes Zeugnis). Doch ist ein solcher Artikel für die breite Leserschaft nicht etwas zu technisch?
Die SonntagsZeitung setzt auf einfachere Kost: Facebook. In zwei längeren Artikeln wird über die Kraft hinter Facebook geschrieben und über den angeblichen Facebook Hype in der Schweiz. Ein Erbe eines grösseren Vermögens macht einen Club auf, hat eine ebenfalls weich gelandete junge Dame als Freundin und der Redaktor verwundert sich, dass dieser besagte Erbe ganz viele Freunde auf Facebook hat. Ja lieber Redaktor: Das ist im Nicht-Facebook Leben ganz genau so. Wenn du Chef eines angesagten Clubs bist, hast du plötzlich ganz ganz viele Freunde. Das Geschäftsprinzip eines Nachtclubs fusst auf dem.
Und noch was: Sonst scheint die Journalistengemeinde gerade der Sonntagspresse gerne mal einen Economist Artikel als Vorlage zu nehmen. Ist ja auch super: Der Economist erscheint am Freitag, da hat man grad noch Zeit die Woche zu retten und doch noch etwas einzureichen für die Sonntagsausgabe. Einfach hoffen, dass der Chefredaktor andere Dinge liest, oder dass er das auch schon gemacht hat und somit im selben Boot sitzt. Doch diesmal hat das nicht geklappt. Der Economist schreibt in seiner jüngsten Ausgabe:
"Social networking will become a ubiquitous featureHat's wohl nicht bis auf die SonntagsZeitung Redaktion geschafft. Oder vielleicht doch: Diese Story kann dann in zwei Monaten gebracht werden...
of online life. That does not mean it is a business".