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Yahoo's a mess - Jetzt weiss ich warum

Heute habe ich bei uns im Kaffeeraum dieses Poster gesehen.

Yahoo's a mess

Jetzt weiss ich warum Yahoo so ein Chaoshaufen ist und (bisher*) keine kohärente Strategie** hat(te). Das Poster von aktuellen Yahoo Projekten und Firmen sieht aus wie ein Web 2.0 Logofriedhof. Beim genaueren Hinschauen sieht man dann so unterschiedliche Themen wie verteilte, skalierbare Storage (Hadoop), eine Event-Website (Upcoming) und ein Geo-Experiment (Fire Eagle) dicht beieinander. Kann sein, dass sie bei Yahoo eine (Marken-)Strategie haben bei der so unterschiedliche Dinge zusammenpassen. Für den Normalsterblichen erschliesst sich der tiefere Grund nicht.

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*) Vielleicht wirds besser mit der neuen Chefin Carol Burtz, wobei sie sich für's erste Jahr ein B-Minus erteilt
**) Ich bin der Meinung, dass eine Strategie auf ein A4 Blatt passen muss. Warum? Sie muss einem gewöhnlichen Mitarbeiter oder Interessierten einfach und schnell erklärbar sein. Sonst wird ein Mitarbeiter sie nie selber leben und ein Interessierter nie verstehen was das Unternehmen eigentlich will und für was es steht.

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Vortrag: Neue Technologien für interessanteres Web-Erlebnis

Heute Abend spreche ich bei Reto Hartinger's Internet Briefing über neue Technologien für ein interessantes Web-Erlebnis. Am konkreten Beispiel zeige ich, welche Erfahrung wir mit Friend Feeding, Remix the Web, skalierbaren Infrastrukturen, etc. gemacht habe.

Die Slides sind hier hinterlegt (PDF, 205kb), ein Memonic Set mit den wesentlichen Links und Erkenntnissen ist hier zu finden.

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Warum Google Wave keinen Internet-Tsunami auslösen wird

Der Hype rund um Google Wave ist kaum zu überbieten. Vermutlich hat sich das PR Team von Google den PR-Werkzeugkasten von Apple ausgeliehen. Zuerst geheimnisvoll von einer Neuigkeit reden; dann eine grosse Ankündigung genau am Tag wo Microsoft mit Bing endlich mal auch cool sein wollte; nur wenige Accounts, ums spannend zu halten.

Ich gehöre zu den Glücklichen, die vor ein paar Monaten einen der begehrten Developer Accounts gekriegt haben (Danke Berni!).

Die Technologie ist ehrfurchtgebietend (wahlweise auch: ehrfürchtig, fantastisch, grossartig, toll, furchteinflössend). In Echtzeit gemeinsam an einer Wave zu arbeiten und das verteilt über den Globus, ist eine Leistung. Die technische Plattform meine ich, nicht das gemeinsame Editieren.

Denn das gemeinsame Editieren ist der eigentliche Pferdefuss von Google Wave.

Und der Grund, dass Google Wave entgegen den Ankündigungen keinen Internet Tsunami auslösen wird.

Warum?

Heute haben wir verschiedene Formen von (elektronischen) Kommunikationstools: Twitter und ähnliches für Echtzeit-Kommunikation (wobei viel von der „Konversation“ einfach Geschwätz ist), Instant-Messaging für eben genau das in kleinen Gruppen, SMS für Kurzbotschaften unterwegs, E-Mail, ja bei wichtigen Dingen greifen wir zum Telefon (ob Festnetz, Skype oder Mobile) und bei wirklich wichtigen Dingen schreiben die meisten noch immer einen Brief (alleine der Unterschrift wegen).

In der Aufzählung ist eine gewisse Hierarchisierung punkto Verbindlichkeit der Kommunikationstools abgebildet. Eine Tweet ist weniger verbindlich als eine E-Mail und jene wiederum weniger verbindlich als ein Brief.

Wie McLuhan zeigte, hat jeder Kommunikationskanal spezifische Eigenschaften. Ich kann die gleiche Botschaft über alle genannten Kanäle absetzen; die Wirkung beim Empfänger ist aber mitunter sehr unterschiedlich.

Google Wave vermengt nun alle diese Kanäle in einem einzigen Tool. Keine gute Idee. Eine Wave enthält die gesamte „Konversation“ aller Kanäle. Ob geschwätziges Zwitschern, gemeinsames Editieren, aktives Austauschen oder verbindliches Vereinbaren – alles in einer Wave. Wer zu einer Wave mit mehr als drei Teilnehmern spät dazu kommt, hat kaum eine Chance sich einen Überblick zu verschaffen, welches die verbindliche letzte Version ist. Richtig, es gibt die Playback Funktion. Die wiederum ist linear (der Zeitstrahl) und bildet nicht die Verbindlichkeit der Beiträge ab. Wie auch, es gibt diese eigentlich sinnvolle Unterscheidung gar nicht mehr.

Resultat: Zu viel und zu dichte „Information“, die oft gar keine ist.

Fazit: Technologisch eindrücklich aber am Durchschnittsnutzer vorbeigebaut.

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Barcamp in Rapperswil

Die Barcamp Idee kommt nach Rapperswil. Nach den grossen Erfolgen der Barcamps in Zürich und Basel ist nun Rapperswil an der Reihe.

Corsin organisiert den Ort und die Infrastruktur. An uns Teilnehmern die Themen zu bestimmen.

--> Zur Barcamp Rapperswil Seite.

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Heute in: Silicon Valley

 Für eine Woche nehme ich an der Silicon Valley Tour Teil der Silicon Valley Association of Switzerland. A number of really interesting visits at places like:

Google

We were at the Holy Grail...

Xerox Parc

Another Holy Parc - Right: Mighty Xerox Parc

San Francisco

SF Bay Bridge

Ein Bericht folgt.

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24/7 Internet: Bloggen verursacht Tod

In Amerika gibts aktuell eine Reihe von Berichten über die 24 Stunden, 7 Tage Woche im Internet. Kürzlich verstarb in Amerika ein Blogger (60) wegen eines Herzinfarkts, weitere Blogger hatten ebenfalls schon schwere Gesundheitsprobleme. Als Grund wird das atemlose Internet genannt. Richtig, es gibt jeden Tag Neues, Spannendes, Belangloses und schnell zu Vergessendes. Darin nicht komplett zu ertrinken verlangt einiges an Selbstdisziplin.

Hier gehts zum Artikel von der New York Times.

Eine ganze Reihe von anderen Publikationen hat das Thema augenommen:

Guardian Unlimited, bub.blicio.us, ParisLemon, Brian Alvey, The Blog Herald, Dana Gardner's BriefingsDirect, broadstuff, CrunchGear, Silicon Alley Insider, Mark Evans, WinExtra, MediaFile, SYNTAGMA, Peter O'Kelly's Reality Check, Howard Lindzon, Churbuck.com, TeleRead, BloggingStocks, TechBlog, Web Worker Daily, Pro Blogging News, Slashdot, Smart Mobs, Profy.Com, Worker Bees Blog, Cool Rules Pronto, TECH.BLORGE.com, Social Media, Screenwerk, SEO and Tech Daily, Gawker, Mashable!, Life On the Wicked Stage, VentureBeat, Smalltalk Tidbits … and Deep Jive Interests
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Radically Simple IT

Heute für einmal eine Leseempfehlung: Radically Simple IT von David M. Upton and Bradley R. Staats (Free, Registration aber notwendig) in der aktuellen Ausgabe der Harvard Business Review.

Um was gehts: IT Systeme sind meist zu komplex. Und bei neuen Projekten nimmt die Gesamtkomplexität meist noch zu. Unter anderem weil die alten Funktionalitäten nachgezogen werden müssen. Dazu kommt, dass in der Spezifikationsphase meist die Bedürfnisse nicht abschliessend und verbindlich aufgenommen und beschrieben werden können. Die zukünftigen NutzerInnen wissen oft nicht wie die Bedürfnisse genau zu formulieren sind. Und einmal entwickelt und veröffentlicht fallen die Nutzer über die zuvor hart arbeitende Entwicklungscrew her weil die neue Version nicht das tut was die alte tat (Aktuelles Beispiel Bluewin Relaunch).

Der vorliegende Artikel schildert den Fall einer japanischen Bank, die konsequent einen anderen Weg gegangen ist. Anstatt ein grosses System zu bauen, hat die Bank konsequent auf folgende Punkte gesetzt: Verschmelzen der umsetzenden Business und IT Teams, konsequent die einfachst mögliche Technologie einsetzen, durchgängig modularer Aufbau und das System gezielt auf Front-Nutzerbedürfnisse ausrichten.

Anstatt einen gigantischen Betrag für das neue System einsetzen zu müssen, fielen bloss $55 Mio an; etwa 10% im Vergleich zu einer traditionellen Systemeinführung.
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Mapper - Endlich wissen wo die Einladung stattfindet

Das Problem kennen wir doch alle: Wir verabreden uns im Freundeskreis für ein Skiwochenende in den Alpen. Der Organisator kuckt für Unterkunft und Restaurant. Für Hans, der keine Skis hat, sucht er noch einen Skiverleih aus. Und jetzt? Eine grössere Copy / Paste Übung, um alles in ein Wordfile zu packen und an die Teilnehmer verschicken? Kein sehr effizienter Weg.

Doch ab sofort gibts eine praktische Lösung: Mapper.ch. Mit wenigen Mausklicks kann das Skiweekend direkt auf einer Karte festgehalten werden. Ein Pin für das Hotel, einer fürs Restaurant und für den Skiverleih. Click, click, click und schon kann die Karte an alle Teilnehmer verschickt werden.



Einfach mal ausprobieren!
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Der Unterschied zwischen physischen und digitalen Gütern

Über den Unterschied zwischen physischen und digitalen Gütern wurde schon viel geschrieben. In diesem Blog habe ich mich oft mit dem Unterschied zwischen Musik auf physischen Tonträgern und in digitaler Form beschäftigt (Z.B. hier über Geschäftsmodelle, Irrungen & Wirrungen).

Was für die Musikindustrie gilt, gilt ganz allgemein für alle Industrien: Die Kostenunterschiede zwischen den beiden Formen der Verteilung (physisch auf CD, digital als MP3) sind gewaltig. Hier kurz erklärt:



Ein physisches Gut kostet. Die erste Einheit kostet einen Betrag x. Danach kostet jede weitere Einheit ein Betrag x-y wobei y die sogenannten Skaleneffekte darstellt. Will heissen: Beim ersten produzierten Stück fallen alle Kosten, z.B. für die Miete der Fabrikhalle direkt diesem Stück zu. Das erste Stück zu produzieren, ist sehr teuer. Aber ab dem zweiten Stück können diese Kosten auf alle produzierten Teile verteilt werden, womit die Durchschnittskosten pro Stück fallen. Die Gesamtkosten sind die Summe aller Kosten pro gefertigtes Teil.


Ein digitales Gut kostet auch. Um die erste Einheit zu erstellen, ist oft ein erheblicher Aufwand notwendig: Büroräume für das Start-Up, Löhne für die Programmierer, Hardware, Software (Die Open Source Bewegung ermöglicht hier nochmals deutlich tiefere Setup-Kosten). Allerdings, ist das erste digitale Gut einmal produziert, so sind alle weiteren quasi gratis. Eine digitale Kopie herstellen kostet quasi nichts. D.h die Durchschnittskosten pro Stück fallen deutlich schneller als bei einem physischen Gut. Die Gesamtkosten sind quasi identisch ob nun ein Stück oder eine Million Stück produziert wird.

Vergleichen wir nun die beiden Welten, so sticht die massive Differenz der Entwicklung der Durchschnittskosten pro Stück ins Auge, ebenso wie die markanten Unterschiede bei den Gesamtkosten.


Die Konsequenzen sind vielfach: Nebst der völlig anderen Kostenstruktur (und entsprechend Finanzierungsbedarfs einer Firma für digitale Güter im Vergleich zu einem physischen Anbieter) und den Möglichkeiten auf dem Markt ganz anders zu agieren (Ein Grund weswegen viele Angebote gratis sind), sind die anderen Effekte etwas versteckter.

Im Kern fordert ein digitales Gut eine völlig andere Herangehensweise als ein phyisches Gut in seiner Produktion und Vermarktung. Vielleicht einer der entscheidenden Gründe warum die (physische) Musikindustrie sich so schwer tut mit den neuen digitalen Realitäten. Aber so wie's der Musikindustrie ergeht, ergehts ganz vielen anderen Industriezweigen auch. Und die meisten sind nach wie vor schlecht gewappnet für diese Art von Veränderung. Einer der Gründe ist wohl, dass die Organisationen und ihre Entscheidungsträger die neue digitale Welt mit den ihnen bekannten Kosten- und Marktstrukturen aus der phyischen Welt analyisieren und bewerten. Das geht ins Auge. Genau wie andersrum auch: Erinnern wir uns zum Beispiel an WebVan. Andere Beispiele sind näher vor der Türe, doch davon ein andermal mehr.

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Jetzt gratis: Die Musikkonzerne schwenken die weisse Fahne

Eine Meldung in der heutigen SonntagsZeitung liess aufhorchen. Die grossen Musikkonzerne überlegen sich ihre Musikarchive für den Download aufzumachen. Für welchen Preis? Gratis. Ja richtig gelesen. Gratis.

An dieser Stelle wurde schon viel über die Musikindustrie geschrieben (Zum Beispiel über Geschäftsmodelle mit digitaler Musik und die komischen Irrungen und Wirrungen der Industrie).

Die Meldung, dass sich die Musikindustrie nun mit Modellen wie QTrax oder Spiralfrog einlässt und auf ein durch Werbung bezahltes Geschäftsmodell einlässt, entspricht dem Hissen der weissen Fahne. Der Gezeitenwelle Digitalisierung liess sich auf die Länge nicht widerstehen.

Interessant ist, dass es im Fall der Musikindustrie nun einfach eine erste Industrie getroffen hat. Das Gut Musik kommt (zumindest in seiner Pop-Form) als 3-4 Minuten Song daher, abgespeichert in einem mp3 File. Dieses File lässt sich einfach und effizient kopieren und verteilen. Die "Fluidifizierung" der Musikindustrie. Dieselbe Fluidifizierung wird auch andere Branchen noch auf den Kopf stellen.

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