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Witziges Movie - local.ch run for Pizza

Drüben bei local.ch haben wir ein Movie aufgeschaltet, das erklärt wie local.ch wirklich funktioniert!

Hier gehts zum Movie.
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Gute Beziehungen mit Zulieferanten zahlen sich aus

Aus aktuellem Anlass habe ich wieder einmal ein paar Kapitel aus dem Buch "The Toyota Way" von Jeffrey Liker gelesen. Das Buch ist teilweise etwas langfädig geschrieben, doch die Einsichten in den Toyota Weg sind eindrücklich auch wenn man nichts mit Autoproduktion zu tun hat.

Insgesamt sind es vierzehn Management Prinzipien in den Bereichen Unternehmensphilosphie, Prozesse, Mitarbeiterentwicklung, Problemlösung und lernende Organisation (1).

Im Rahmen des raschen Aufbaus von local.ch haben wir verschiedene Prinzipien in unserem Kontext anzuwenden versucht. Mit Erfolg!

Zum Beispiel das Prinzip #11 - Beziehungen zu Zulieferanten.

Oft sind Auftraggeber - Zulieferanten Beziehungen geprägt von gegenseitigem Misstrauen von Beginn an: Der Auftraggeber will den Preis drücken, der Zulieferant baut "Luft" in seine Offerte. Beide versuchen sich, einen Vorteil auf Kosten des anderen zu sichern. Das prägt den weiteren Verlauf der Zusammenarbeit.

Toyota stellt dieses Verhalten auf den Kopf:

Principle 11. Respect your extended network of partners and suppliers by challenging them and helping them improve.

Entscheidend in meinen Augen ist der Anspruch, die Zulieferer zu behandeln als wären sie ein erweiterter Teil des eigenen Geschäfts. Wir nennen das bei uns das local.ch Family & Friends Progamm. Die normale Auftraggeber - Zulieferer Beziehung wird aufgebrochen. An ihrer Stelle tritt ein integrierender und integrierter Ansatz: Unsere KollegInnen von Eurospider, liip, namics, Zeix sind gleichberechtigte und gleichverantwortliche Partner in der Leistungserstellung.

D.h. sie arbeiten mit dem local.ch Team als wären sie Teil vom Team mit allen Rechten und Pflichten. Im Austausch verlangen wir - wie Toyota - volle (Kosten-)Transparenz. Das Resultat ist deutlich: In den letzten 24 Monaten haben wir nicht einmal die üblichen Auftraggeber - Zulieferanten Zwistigkeiten erlebt, stattdessen haben wir miteinander um die bessere Lösung gerungen und zusammen viel erreicht.

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(1) Die Kurzversion der Prinzipien als pdf oder in html.

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Das Jahr 2008


Erkennt ihr etwas auf diesem Bild? Ich auch nicht. N.E.O. aber - nein hat nichts mich Matrix zu tun - hat den Weltuntergang grad noch mal verschoben. Deswegen können wir also getrost mit unserer Zeit etwas anfangen.

Was 2008 alles so passiert? Ich halte es da mit Einstein, dem folgendes Bonmot zugeschrieben wird: "Das einzig sichere was sich über die Zukunft sagen lässt, ist dass sie unsicher ist."

Im übrigen haben andere bereits verschiedentlich voraussagen gemacht. Zum Beispiel hier, hier und hier.

Zwei Themen scheinen mir bei den Voraussagen besonders spannend: Location & Semantics. Bei beiden Themen stehen wir erst am Anfang der Innovationskurve.

Verortung als Schlüssel der Darstellung, wie das die vielen Local Search Applikationen tun. Die meisten frühen Plattformen, z.B. search.ch, maps.google, local.ch nutzen die Verortung passiv. D.h. der/die NutzerIn sagt uns wo sie ist, oder in welchem Gebiet sie sucht. Das aber ist der der Anfang. Interessant wären z.B. automatische Erkennung des Standortes - Location Based Services.

Das Jahr 2008 wird hier einiges in Bewegung sehen. Die Mobile Operators werden endlich erkennen, dass ihre bisherigen Strategien der geschlossenen Handy-Plattformen sie in etwa die Position von AOL und CompuServe Mitte der Neunziger Jahre geführt haben.

Der nächste Schritt ist Semantics. An vielen Stellen beginnt das Internet seinen eignen Kontext kennenzulernen. Die Idee mit semantischer Information den Inhalt anzureichern, beginnt sich 2008 endlich durchzusetzen. Im Kleinen sind Microformats ein ganz guter Anfang. So kann z.B. auf guide.local.ch der Film A Bands Visit (empfehlenswert) direkt in den Kalender eingetragen werden.

Dies ist ein erster kleiner aber entscheidender Schritt: Noch immer ist Information auf einer Webpage wie "gefangen". Sie wird zwar proper dargestellt, aber ich kann sie nicht direkt in anderen Applikationen weiterverwenden. Diese Fluidization von Information ist in meinen Augen eines der nächsten ganz grossen Themen im Web.

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Today in Zürich: Geoweb Talk over at local.ch

Today as a part of the local.ch Thursday Thirties series of talks, Cédric talks about the Geoweb.

Geoweb Talk by Cedric

Actually he gave a similar speech the other day at the BlogCamp Zürich and published the slides of his speech on his blog. Worth reading.
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Frage: Was machen im Angesicht einer echten Herausforderung? Antwort: Stockdale Paradox!

Der lokale Suchen & Finden Markt, bis vor kurzem weltweit von den Gelben Seiten Verlegern dominiert, befindet sich in einem profunden Umbruch. Das Internet ist schuld. Einmal mehr.

Dieser lokale Suchen & Finden Markt ist heute das Ziel von gerade ein paar der weltbesten Firmen. Eine davon - no prizes for guessing that's Google - will sogar ihren europäischen Hauptsitz nach Zürich verlegen. So quasi vor unsere Haustür.

Für Suchmaschienenbetreiber ist dieser Markt der nächste logische Schritt: Die grossen Werbetreibenden sind irgendwann abgeschöpft und wie die OECD (pdf, 3.7MB) zu berichten weiss, werden irgendwo zwischen 50% bis 60% der ökonomischen Aktivität durch Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) geleistet. Es ist also sehr interessant in diesem Markt spezifische Angebote zu machen. 

Deswegen jetzt den Kopf hängen lassen? Nein! In dem Zusammenhang ist mir vor kurzem wieder einmal folgende Passage begegnet: Im Buch "From Good to Great" von Jim Collins (Wer das Buch jetzt noch nicht gelesen hat, dem sei's echt empfohlen) beschreibt er eine Konversation mit Admiral Jim Stockdale.

Jim Stockdale sass acht (8!) Jahre im berüchtigten Hanoi Hilton in vietnamesischer Kriegsgefangschaft. Viele Kriegsgefangene starben während der ersten Monate ihrer bitteren Gefangenschaft. Wie hat er acht grauenhafte Jahre überlebt?

Stockdale beschreibt das so:

“I never lost faith in the end of the story. I never doubted not only that I would get out, but also that I would prevail in the end and turn the experience into the defining event of my life, which, in retrospect, I would not trade.”

Unglaublich. Acht Jahre Folter und trotzdem nie den Glauben an das Gute Ende der Geschichte verloren. Warum hat er das geschafft und die anderen Mitgefangen oft nicht?

“The optimists. They were the ones who said ‘we’re going to be out by Christmas’. And, Christmas would come and Christmas would go. Then they’d say, ‘We’re going to be out by Easter.’ And Easter would come, and Easter would go. And then Thanksgiving, and then it would be Christmas again. Then they died of a broken heart.”

Auf der einen Seite ein felsenfester Glaube an ein gutes Ende der Tortur, anderseits aber eine genau so klare Auseinandersetzung mit den nakten und harten Tatsachen? Stockdale sagt dazu:  

“You must never confuse faith that you will prevail in the end – which you can never afford to lose – with the discipline to confront the most brutal facts of your current reality, whatever they might be.”

Mit diesen auf den ersten Blick widersprüchlichen Aussagen gleichzeitig seinem Bewusstsein, hat er überlebt. Ich denke es ist - wenn auch unvergleichlich weniger schlimm - ähnlich bei unserer Herausforderung: Wir kennen unser Ziel; der Weg dahin ist äusserst risikoreich und wir werden gewinnen.

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Wo in der Nähe von Superman ist Krypton?

Superman kommt vom Planeten Krypton und ist eigentlich ein Comics. Vonwegen! In der Schweiz lebt Superman in Plan-les-Ouates bei Genf! Und noch besser, zwar nicht um die Ecke, aber die Botschaft von Krypton gibts in Rugell am anderen Ende der Schweiz. Damits Superman einfach hat Heim zu finden, haben wir bei local.ch die praktische Umkreissuche eingeführt. So findet Superman in seinem Detaileintrag mit einer einfachen Suche die heimatliche Botschaft.



Und das funktioniert nicht nur für Superman, sondern für für Katzen und Mäuse, für Räuber und die Polizei, für Selz und Salz und sicher viele andere Kombinationen! Einfach mal ausprobieren!
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local.ch feiert Geburtstag

Heute ist ein grosser Tag. local.ch - mein Arbeitgeber - feiert heute den ersten Geburtstag!

Vor genau einem Jahr haben wir Abends den Knopf gedrückt und die neue regionale Suchmaschine live geschaltet. Nach nur gerade 4 Monaten war's soweit. Seither haben wir vom local.ch Team fröhlich weitergewerkelt und weitere Teile wie die Fundgrueb oder die Autobörse live geschaltet. Dazu auch das eine oder andere innovative Feature.

Etwas hat mich ganz besonders in den letzten Monaten berührt: An local.ch arbeitet ein breites Team von talentierten KollegInnen von verschiedensten Firmen: Autobörse, ConsultasEurospider, Fundgrueb, Liip, LTV, namics, Zeix und natürlich wir selber. Normalerweise ein ziemlich übles Szenario mit so vielen Mitarbeitern von so vielen unterschiedlichen Firmen. Das kann nur schief gehen, ist eine etwa gehörte Aussage. Doch es geht nicht schief. Im Gegenteil: Ein paar wenige Grundregeln (unter anderem hier beschrieben), unsere Leidenschaft für lokales Suchen und Finden, der richtige Mix aus talentierten KollegInnen und die richtige Organisation können Grosses bewirken. In unserem Kontext ist 1 + 1 eben 3.

Prosit und auf weiteres gutes Gelingen!

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Einmal neue Firma bauen

Vor inzwischen 18 Monaten haben angefangen mit local.ch. Im Sommer 2005 wars nichts weiter als ein Businessplan in Form eines Worddokuments [1] mit verschiedenen Themen (Organisation, Technologie, Marke, Zahlen, etc. etc.). Was halt so zu einem Businessplan gehört.

Am 7. Dezember 2005 haben wir die local.ch ag gegründet. Nach etwas konzeptionellen Vorarbeiten haben wir die erste Zeile Code im Januar 2006 geschrieben. Live ging local.ch am 18. April 2006. Seither haben wir fleissig erweitert und verbessert.

Ob wir's gut gemacht haben beurteilen schlussendlich unsere NutzerInnen und unsere WerbekundInnen. Gleich von Beginn weg haben wir uns ein paar wenige Prinzipien vorgenommen (9 Grundregeln um genau zu sein). Das wichtigste lautet:

"Rule 1 - Customer First
Our customers (Users and Advertisers) are our most cherished value. We want to provide simply the best local search & find application in Switzerland. Ease of use, ease of advertising are the most relevant criteria to measure our doings against."

Dazu haben wir uns ein paar wenige Dinge vorgenommen, wie wir die Organisation bauen:

  • Talentierte Leute
  • Online Chats (aka Skype Chats)
  • Wiki anstatt Word
  • Konsequentes Tasktracking
  • Viele Whiteboards

Cédric hat gestern darüber geschrieben. Ebenfalls gestern wurden uns die Studienresultate eines externen Assessments vorgestellt. Im Rahmen einer breit angelegten Forschungsarbeit am University College Dublin zum Themenkreis Organisation, Collaboration und Knowledge Sharing, wurde local.ch auf diese Dimensionen hin untersucht. Das Resultat hat uns sehr gefreut: Talentierte Mitarbeiter in einem herausfordenden Umfeld mit einem innovativen Organisationssetup, können innerhalb kurzer Zeit sehr viel erreichen. Eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg und Motivation die Verbesserungspotentiale konsequent anzugehen!

 

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[1] Nein, kein Powerpoint. Und das mit Absicht. Das Powerpoints zu Unfällen führen können, zeigte sich auf tragische Weise vor ein paar Jahren bei der Nasa im Rahmen der Columbia KatastropheEdward Tufte hat das nachgewiesen

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Google zu mächtig?

Die neue Business Week vom kommenden 9. April hat Google und der Marktposition von Google die Cover Story gewidmet. Kernaussage: Google ist nach nur 9 Jahren zu einer unglaublich mächtigen Firma geworden. Und immer wieder beobachtet in jedwelchen Ökosystemen: Sobald eine Spezies zu mächtig wird, verwandelt sich der Erfolg in sein Gegenteil. Im Ökosystem tauchen Alternativen auf. Der Artikel nennt einige Beispiele im Bereich Advertising Networks.

Der interessanteste Ansatz steht am Schluss formuliert als Paradox: Wie geht Google damit um, dass ihr Erfolg zwar auf allmächtigen Algorithmen fusst, allerdings diese völlig wertlos sind ohne Millionen von Menschen, die sich im Internet einbringen und austauschen?

"It's not just about click-through on an ad, it's about humans."

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Heute auf dem Uetliberg

Anstatt Wochenende zu machen, sind wir heute auf dem Uetliberg. Wir? Warum Uetliberg? Der Reihe nach...

Wir das sind Jan, Peter, Felix, Ben, Christoph, Kay und ich. Eine coole Gruppe... die sich entschlossen hat, sich einen Samstag lang hier auf dem schönen Uetliberg ein paar Gedanken zu machen über was wohl... Local Search natürlich. Und das Local Search wirklich interessant ist, zeigt zum Beispiel die Zahl, dass bei Yahoo von 100 Queries im Schnitt 26 Local Search Queries sind. Und dass dies ein interessanter Markt ist zeigt die eben verlinkte Query:

Bin gespannt auf den Rest vom Tag...

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