Ein Marshall-Plan für Nordafrika
Auf dem Weg ins Tessin höre ich das Echo der Zeit. Topthema: Libyen. Innerhalb von nur zwei Monaten hat sich der arabische Raum komplett verändert. Regime, die unverrückbar schienen, sind binnen Wochen weggefegt. Die alten Garden zwar noch nicht weg, aber eine breite Bevölkerung engagiert sich für ein neues Tunesien, ein neues Ägypten und hoffentlich bald schon ein neues Libyen.
Die Protestbewegung wird von ganz gewöhnlichen Menschen getragen. Keine bigotten Fanatiker und keine Radikalen. Stattdessen Leute, mit den gleichen Bedürfnissen wie nördlich vom Mittelmeer: Ein Leben in Freiheit, die Möglichkeit eine Familie mit anständiger Arbeit auch anständig durchbringen zu können und Perspektiven für die Kinder. Es ist das Streben nach einem freien, demokratischen und gerechten Staatswesen für alle.
Eine positive Entwicklung.
Wir sollten sie mit aller Kraft unterstützen. Ein Marshall Plan für Nordafrika tut Not. Eine grosszügige Geste auf lange Sicht angelegt, damit in den heute darbenden Nationen das feine Pflänzchen Demokratie gedeihen kann.
