Eine elegante Lösung für das Problem UBS
Letzten Freitag kam der zweite Gerichtsentscheid: Die Herausgabe der Kontendaten im Steuerdisput UBS - USA durch die Finma war illegal und genau so ist es die Amtshilfe bei schwerer, fortgesetzter Steuerhinterziehung.
Halten wir fest: Es geht hier darum, mit Hilfe des Schweizerischen Bankgeheimnisses sich dem Zugriff der US-Steuerbehörden wiederholt und mit Absicht zu entziehen. Die UBS (und viele andere Banken) haben während Jahren an diesem Geschäft gut verdient, obwohl jeder um dessen Ilegalität wusste (US Gov. Release und Unterlagen [PDF]).
Die Schweizer Behörden, allen voran der Bundesrat haben für die UBS nun vier Mal die Kohlen aus dem Feuer geholt. Immer wie mehr ist die ganze Schweiz in der Geiselhaft der UBS. Das geht so weit, dass die UBS beim Bundesrat den Befehl bestellt, die Daten herauszugeben.
Genug ist genug.
Es gibt eine elegante Lösung für das Problem: Die Herren Ospel, Kurrer und Rohner, hauptverantwortlich für das UBS Desaster und in Kenntnis der illegalen Tätigkeiten der eigenen Kundenberater (Die Lektüre der obigen Dokumente lässt kaum einen andern Schluss zu) sollen die Daten herausgeben.
Richtig, Herr Haltiner übergibt den drei Herren die Daten in einem Couvert (ein gut bekannter Vorgang in Bankkreisen). Die Reisegruppe Ospel genehmigt sich eine Spritzfahrt zur US-Botschaft in Bern und übergibt die Daten den Amerikanern.
Die drei machen sich der schwersten Bankgeheimnisverletzung schuldig. Und sie werden im Umfang ihrer Vermögen schadensersatzpflichtig. Vermutlich würden sie länger weggesperrt. Genau das ist das Ziel.
Es wäre ein Winkelried-Akt in umgekehrter Form: Keine Heldentat, sondern der logische Schluss ihres verwerflichen Handelns. Wie bei Shakespeare'schen Dramen: Am Schluss endet alles in der Tragödie für die Beteiligten.


