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Warum Google Wave keinen Internet-Tsunami auslösen wird

Der Hype rund um Google Wave ist kaum zu überbieten. Vermutlich hat sich das PR Team von Google den PR-Werkzeugkasten von Apple ausgeliehen. Zuerst geheimnisvoll von einer Neuigkeit reden; dann eine grosse Ankündigung genau am Tag wo Microsoft mit Bing endlich mal auch cool sein wollte; nur wenige Accounts, ums spannend zu halten.

Ich gehöre zu den Glücklichen, die vor ein paar Monaten einen der begehrten Developer Accounts gekriegt haben (Danke Berni!).

Die Technologie ist ehrfurchtgebietend (wahlweise auch: ehrfürchtig, fantastisch, grossartig, toll, furchteinflössend). In Echtzeit gemeinsam an einer Wave zu arbeiten und das verteilt über den Globus, ist eine Leistung. Die technische Plattform meine ich, nicht das gemeinsame Editieren.

Denn das gemeinsame Editieren ist der eigentliche Pferdefuss von Google Wave.

Und der Grund, dass Google Wave entgegen den Ankündigungen keinen Internet Tsunami auslösen wird.

Warum?

Heute haben wir verschiedene Formen von (elektronischen) Kommunikationstools: Twitter und ähnliches für Echtzeit-Kommunikation (wobei viel von der „Konversation“ einfach Geschwätz ist), Instant-Messaging für eben genau das in kleinen Gruppen, SMS für Kurzbotschaften unterwegs, E-Mail, ja bei wichtigen Dingen greifen wir zum Telefon (ob Festnetz, Skype oder Mobile) und bei wirklich wichtigen Dingen schreiben die meisten noch immer einen Brief (alleine der Unterschrift wegen).

In der Aufzählung ist eine gewisse Hierarchisierung punkto Verbindlichkeit der Kommunikationstools abgebildet. Eine Tweet ist weniger verbindlich als eine E-Mail und jene wiederum weniger verbindlich als ein Brief.

Wie McLuhan zeigte, hat jeder Kommunikationskanal spezifische Eigenschaften. Ich kann die gleiche Botschaft über alle genannten Kanäle absetzen; die Wirkung beim Empfänger ist aber mitunter sehr unterschiedlich.

Google Wave vermengt nun alle diese Kanäle in einem einzigen Tool. Keine gute Idee. Eine Wave enthält die gesamte „Konversation“ aller Kanäle. Ob geschwätziges Zwitschern, gemeinsames Editieren, aktives Austauschen oder verbindliches Vereinbaren – alles in einer Wave. Wer zu einer Wave mit mehr als drei Teilnehmern spät dazu kommt, hat kaum eine Chance sich einen Überblick zu verschaffen, welches die verbindliche letzte Version ist. Richtig, es gibt die Playback Funktion. Die wiederum ist linear (der Zeitstrahl) und bildet nicht die Verbindlichkeit der Beiträge ab. Wie auch, es gibt diese eigentlich sinnvolle Unterscheidung gar nicht mehr.

Resultat: Zu viel und zu dichte „Information“, die oft gar keine ist.

Fazit: Technologisch eindrücklich aber am Durchschnittsnutzer vorbeigebaut.

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Barcamp in Rapperswil

Die Barcamp Idee kommt nach Rapperswil. Nach den grossen Erfolgen der Barcamps in Zürich und Basel ist nun Rapperswil an der Reihe.

Corsin organisiert den Ort und die Infrastruktur. An uns Teilnehmern die Themen zu bestimmen.

--> Zur Barcamp Rapperswil Seite.

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Richtig: Die Banken haben nichts gelernt

Rudolf Strahm hat neulich in der Berner Zeitung pointiert Stellung genommen über den Versuch der Finanzindustrie, starke Regeln zu verhindern.

Nach dem durch die Finanzindustrie mit dubiosen Produkten verursachten Flächenbrand, haben ebendiese noch immer nicht begriffen, dass anständige Wirtschaftsregeln nichts mit überbordender Regulierungswut zu tun haben. Anstatt den neuen Finma Regeln stattzugeben, wird heftig geschossen.

Banken sind für jede Wirtschaft essentiell, doch die Banker haben immer noch nichts gelernt.

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Skalierbare Startups: Network Nation

Drüben auf dem Nektoon Blog habe ich die vorläufige Schlussfolge der Serie über Skalierbare Startups gepostet. Thema der Schlussbetrachtung: Die Welt als Network Nation.

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