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“We are in the midst of the worst financial crisis since the 1930s.”

Das Zitat stammt von George Soros und ist der Eröffnungssatz zu seinem neuen Buch: The New Paradigm for Financial Markets: The Credit Crisis of 2008 and What It Means.

Wenn der Mann der die Bank von England knackte meint, es stehe ernst um die Lager der Finanzmärkte und ganz allgemein um die Lage der Welt, lohnt sich zumindest zuzuhören.

Normalerweise - so Soros - wechseln sich Wachstumsperioden mit Niedergangsperioden mit einer gewissen Regelmässigkeit ab. Diesmal war es der Amerikanische Hausmarkt. Familien mit geringen Einkommen erhielten einfach Hypotheken. Die Hypotheken selber waren oft so ausgestaltet, dass sie zu Beginn sehr billig waren und über Zeit teurer wurden (Anpassung des Zinssatzes von 1% in den ersten Monaten bis auf 8%, teilweise so wird berichtet bis auf 14%). Das ging gut, solange die Hauspreise noch schneller stiegen und der Wert des Hauses bei Wiederverkauf die Hypothek längstens abdeckte.

Die Hypotheken selber wurden dann mit immer komplizierteren Instrumenten aufgeteilt und weitergereicht. Dass dies nicht gut gehen kann und eigentlich einfach zu begreifen wäre, haben wir auch hier schon dokumentiert.

Dieses Mal ist es laut Soros anders: Der Superboom kommt nach 60 Jahren seinem Ende entgegen. Der Zusammenfall von verschiedenen Trends wird dazu führen, dass ein markanter Shift weg von der Dominanz Amerikas zu beobachten sein wird. Dieser wird politische Auswirkungen haben: Amerikanischer Protektionismus, weltweite Verwerfungen und eine deutlich Verschlechterung der ökonomischen Perspektiven.

Man stelle sich alleine Mal vor, was passiert wenn der langfristig erreichbare Aktiengewinn von ca. 8% schwindet, und damit auch gleich noch die Rendite von Staatsobligationen sinkt. In der Schweiz würde die Mindestverzinsung von Renten erneut deutlich gesenkt mit verherenden Folgen für das Land.




PS: Dass wir in einer Krise stecken zeigt ein Tagesschau Beitrag von heute Abend: In Amerika sind 28 Mio. Amerikaner (10% der Bevölkerung) auf Lebensmittelmarken angewiesen (Tagesschau vom 13.4. - warum hat SF eigentlich keine Permalinks?!)



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