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Radically Simple IT

Heute für einmal eine Leseempfehlung: Radically Simple IT von David M. Upton and Bradley R. Staats (Free, Registration aber notwendig) in der aktuellen Ausgabe der Harvard Business Review.

Um was gehts: IT Systeme sind meist zu komplex. Und bei neuen Projekten nimmt die Gesamtkomplexität meist noch zu. Unter anderem weil die alten Funktionalitäten nachgezogen werden müssen. Dazu kommt, dass in der Spezifikationsphase meist die Bedürfnisse nicht abschliessend und verbindlich aufgenommen und beschrieben werden können. Die zukünftigen NutzerInnen wissen oft nicht wie die Bedürfnisse genau zu formulieren sind. Und einmal entwickelt und veröffentlicht fallen die Nutzer über die zuvor hart arbeitende Entwicklungscrew her weil die neue Version nicht das tut was die alte tat (Aktuelles Beispiel Bluewin Relaunch).

Der vorliegende Artikel schildert den Fall einer japanischen Bank, die konsequent einen anderen Weg gegangen ist. Anstatt ein grosses System zu bauen, hat die Bank konsequent auf folgende Punkte gesetzt: Verschmelzen der umsetzenden Business und IT Teams, konsequent die einfachst mögliche Technologie einsetzen, durchgängig modularer Aufbau und das System gezielt auf Front-Nutzerbedürfnisse ausrichten.

Anstatt einen gigantischen Betrag für das neue System einsetzen zu müssen, fielen bloss $55 Mio an; etwa 10% im Vergleich zu einer traditionellen Systemeinführung.
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karrierebibel @ 24.03.2008 19:35 CET
Die Idee ist smart. Nicht selten scheitern solche Pläne aber daran, dass sich die IT-Abteilung ihre Macht nicht wirklich aus der Hand nehmen lassen will. Solange eine Abteilung (oder ein Projektteam) die Hoheit über Programmspezifikationen hat, ist sie im Unternehmen unverzichtbar.
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