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Heute in Zürich

Genau genommen in der Messe Zürich beim Best of Swiss Web Jury Tag.

 BOSW Jury Tag

Einige interessante Projekte, aber auch einige Pleiten. Warum können einige Teilnehmer nach 8 Jahren immer noch nicht wenigstens einigermassen brauchbare Unterlagen einreichen? Wie soll ein Projekt auf Business Efficiency bewertet werden (Kriterien Ertragspotential, Rentabilität), wenn keine konkreten Zahlen mitgeliefert werden? Schade eigentlich, denn die betreffenden Agenturen machen das ja nicht zum ersten Mal.
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Die lange Sicht

Vor ein paar Tagen habe ich bereits über die Toyota Werte geschrieben (1). Ein weiterer Grundsatz will ich ebenfalls kurz beleuchten:
Principle 1: Base your management decisions on a long-term philosophy, even at the expense of short-term financial goals
Gerade in der aktuellen kurzlebigen Zeit beweist der Grundsatz von Toyota seine zeitlose Gültigkeit. Anstatt sich der kurzfristigen Gier hinzugeben, wird eine langfristige Strategie befolgt. Diese soll laut Toyota explizit grösser und interessanter sein, als der blosse Versuch mehr Geld zu verdienen. Toyota fordert seine Mitarbeiter auf, Werte für Kunden, die Gesellschaft und die Wirtschaft zu schaffen. Also nicht bloss ein Schielen nach maximalem Ebit und dem nächsten Bonus, sondern ein grosses Engagement für die Gemeinschaft. Und siehe da: Toyota ist heute die erfolgreichste Automobilfirma der Welt. Also durchaus ein Vorbild auch für uns. So haben wir in unseren Ground Rules einfach festgelegt: Long Term over Shortterminism und sind damit bisher sehr gut gefahren.

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(1) Die Kurzversion der Prinzipien als pdf oder in html.

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Hinweis: Danke Schweiz!

Drüben auf dem Blog von local.ch publiziert: Seit Dezember wird die Nutzung von local.ch durch die WEMF testiert. Und siehe da: Wir sind nach nur 1.5 Jahren in den Schweizer Top 20.

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Anti-Amerikanismus ist bald vorbei

Nach regem Medienkonsum in den letzten Tagen (z.B. hier, hier und [hier - Password notwendig]) udn der Lektüre von einigen Opinion Pieces in der NYTimes (Two Earhquakes und The Obama Phenomenon) eine kleine Vermutung: Sollte Barak Obama Präsident der USA werden, lässt der in den letzten Jahren teilweise virulente Anti-Amerikanismus so ziemlich sofort nach (Drops like a dead fly).

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Gute Beziehungen mit Zulieferanten zahlen sich aus

Aus aktuellem Anlass habe ich wieder einmal ein paar Kapitel aus dem Buch "The Toyota Way" von Jeffrey Liker gelesen. Das Buch ist teilweise etwas langfädig geschrieben, doch die Einsichten in den Toyota Weg sind eindrücklich auch wenn man nichts mit Autoproduktion zu tun hat.

Insgesamt sind es vierzehn Management Prinzipien in den Bereichen Unternehmensphilosphie, Prozesse, Mitarbeiterentwicklung, Problemlösung und lernende Organisation (1).

Im Rahmen des raschen Aufbaus von local.ch haben wir verschiedene Prinzipien in unserem Kontext anzuwenden versucht. Mit Erfolg!

Zum Beispiel das Prinzip #11 - Beziehungen zu Zulieferanten.

Oft sind Auftraggeber - Zulieferanten Beziehungen geprägt von gegenseitigem Misstrauen von Beginn an: Der Auftraggeber will den Preis drücken, der Zulieferant baut "Luft" in seine Offerte. Beide versuchen sich, einen Vorteil auf Kosten des anderen zu sichern. Das prägt den weiteren Verlauf der Zusammenarbeit.

Toyota stellt dieses Verhalten auf den Kopf:

Principle 11. Respect your extended network of partners and suppliers by challenging them and helping them improve.

Entscheidend in meinen Augen ist der Anspruch, die Zulieferer zu behandeln als wären sie ein erweiterter Teil des eigenen Geschäfts. Wir nennen das bei uns das local.ch Family & Friends Progamm. Die normale Auftraggeber - Zulieferer Beziehung wird aufgebrochen. An ihrer Stelle tritt ein integrierender und integrierter Ansatz: Unsere KollegInnen von Eurospider, liip, namics, Zeix sind gleichberechtigte und gleichverantwortliche Partner in der Leistungserstellung.

D.h. sie arbeiten mit dem local.ch Team als wären sie Teil vom Team mit allen Rechten und Pflichten. Im Austausch verlangen wir - wie Toyota - volle (Kosten-)Transparenz. Das Resultat ist deutlich: In den letzten 24 Monaten haben wir nicht einmal die üblichen Auftraggeber - Zulieferanten Zwistigkeiten erlebt, stattdessen haben wir miteinander um die bessere Lösung gerungen und zusammen viel erreicht.

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(1) Die Kurzversion der Prinzipien als pdf oder in html.

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Das Jahr 2008


Erkennt ihr etwas auf diesem Bild? Ich auch nicht. N.E.O. aber - nein hat nichts mich Matrix zu tun - hat den Weltuntergang grad noch mal verschoben. Deswegen können wir also getrost mit unserer Zeit etwas anfangen.

Was 2008 alles so passiert? Ich halte es da mit Einstein, dem folgendes Bonmot zugeschrieben wird: "Das einzig sichere was sich über die Zukunft sagen lässt, ist dass sie unsicher ist."

Im übrigen haben andere bereits verschiedentlich voraussagen gemacht. Zum Beispiel hier, hier und hier.

Zwei Themen scheinen mir bei den Voraussagen besonders spannend: Location & Semantics. Bei beiden Themen stehen wir erst am Anfang der Innovationskurve.

Verortung als Schlüssel der Darstellung, wie das die vielen Local Search Applikationen tun. Die meisten frühen Plattformen, z.B. search.ch, maps.google, local.ch nutzen die Verortung passiv. D.h. der/die NutzerIn sagt uns wo sie ist, oder in welchem Gebiet sie sucht. Das aber ist der der Anfang. Interessant wären z.B. automatische Erkennung des Standortes - Location Based Services.

Das Jahr 2008 wird hier einiges in Bewegung sehen. Die Mobile Operators werden endlich erkennen, dass ihre bisherigen Strategien der geschlossenen Handy-Plattformen sie in etwa die Position von AOL und CompuServe Mitte der Neunziger Jahre geführt haben.

Der nächste Schritt ist Semantics. An vielen Stellen beginnt das Internet seinen eignen Kontext kennenzulernen. Die Idee mit semantischer Information den Inhalt anzureichern, beginnt sich 2008 endlich durchzusetzen. Im Kleinen sind Microformats ein ganz guter Anfang. So kann z.B. auf guide.local.ch der Film A Bands Visit (empfehlenswert) direkt in den Kalender eingetragen werden.

Dies ist ein erster kleiner aber entscheidender Schritt: Noch immer ist Information auf einer Webpage wie "gefangen". Sie wird zwar proper dargestellt, aber ich kann sie nicht direkt in anderen Applikationen weiterverwenden. Diese Fluidization von Information ist in meinen Augen eines der nächsten ganz grossen Themen im Web.

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