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Heute in: Auf dem Weg nach Bern

Und wen sehen wir da in der schräg vis-à-vis? Ueli Maurer. Am Telefon mit vorgeschürzter Hand, damit ihn ja niemand hört (hat er noch andern Leuten mit der gleichen Pose zugehört und gemerkt, dass das Gespräch deswegen trotzdem wunderbar verständlich ist?): "Der Druck ist unglaublich hoch..."

                                  

Wohl am Aushecken der nächsten Nebelwerferaktion. Denn die in den letzten Tagen hochgekochte Aktion rund um Blocher und den Roschacher GPK Bericht mit wilden Komplottvorwürfen, war einzig dazu da vom eigentlichen Thema abzulenken. Das Thema ist Bundesrat Blocher. Nach einem Leben in der Privatwirtschaft, stets gewohnt Chef zu sein, sprich das letzte Wort zu haben und auch weitgehend nach eigenem Gutdünken schalten und walten zu können, hat er schlicht nicht begriffen, dass eine Koalitionsregierung wie die unsrige auf Ausgleich der Interessen fusst.

Das Potential der SVP ist mit 25 Wählerprozenten ausgeschöpft. Das heisst: Die SVP Position ist eine Minderheitenposition (das allerdings verhilft den anderen Parteien nicht automatisch zu Mehrpositionen). Mit Sendungsbewusstsein Ausgestattete macht dieser Umstand erst recht fuchsteufelswild. Blocher kann seinen Willen nicht alleine Durchdrücken. Mit seinen zahlreichen mehr oder weniger gravierenden Fehltritten und Kompetenzüberschreitungen ist sein Hang zu uneingeschränkter Machtausübung wie er das früher in der EMS oder der Zürcher SVP konnte, für alle sichtbar hervorgetreten.

Dafür wird er und seine SVP einen hohen Preis zahlen. Kann sein, dass sie in diesen Wahlen ihren hohen Anteil halten, vielleicht sogar ausbauen. Doch eine langfristige Strategie ist es nicht. Mit dem Abtritt von Blocher der biologisch bedingt unausweichlich ist, fehlt ihnen jegliche Perspektive. Das alte Bonmot "Die Revolution frisst ihre eigenen Kinder" wird auch hier wieder zutreffen.

Ueli Maurer hin oder her.

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