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Musik im Zeitalter des Ctrl C - Ctrl V

An dieser Stelle schon oft diskutiert (1, 2), durchläuft die Musikindutrie zur Zeit einen existentiellen Wandel. Im NZZ Dossier Medien vom letzten Freitag gabs nach langem wieder mal einen gescheiten Beitrag zum Thema Musik und Urheberrecht: Das Fundament des Urheberrechts wankt (NZZ, 24. August, 2007).

(Der einleitende Beitrag war eher nur nett: Eine wehmütige Abhandlung über das Knistern von Vinylscheiben).

Die beiden Autoren Kretschmer und Friedemann zeigen auf, dass die Rechtsnorm Urheberrecht ein eigentlich recht junges Rechtsgut ist: Es stammt aus dem 19ten Jahrhundert und ist es somit ein Kind der späten industriellen Revolution. Oder eben mit anderen Worten: Es ist eine Rechtsform, die auf einem materiellen Gut aufbaut. Und genau da hackts: Die Musikkonzerne versuchen heute mit ihrer rückwärtsgewandten Politik, ihre eigenen Kunden zu kriminalisieren, anstatt sich gescheite neue Geschäftsmodelle fürs Digitale Zeitalter zu überlegen.

Aber eben: Es ist einfacher den Spesenzettel des teuren Anwalts abzuzeichnen, als selber nachzudenken und sich mit den neuen Begebenheiten des Digitalen Zeitalters zu befassen.
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