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Relaunch gone awry - oder es git no äs bitzeli Büez

Da komme ich von einer Reise zurück und will kurz mein Meilenkonto auf Swiss.com ankucken, ob sie mir die Meilen auch schon gutgeschrieben haben. Also www.swiss.com eingegeben und gestaunt. Das ist eine neue Homepage! Die Änderungen sind nicht überwältigend gross.


Alte Homepage


Neue Homepage

Und doch: Staunen tu ich bereits ob der URL. Da steht am Ende "index.aspx?Country=US" Bin ich jetzt plötzlich in den USA? Das konnten die Kollegen vom Swiss Web Team schon mal besser. Da haben sie mich als in der Schweiz Niedergelassener identifizieren können. Kollegen, nur weil ich einen englischen Browser verwende komme ich nicht notwendigerweise aus Amerika! Besser machen, bitte.

Dann entdecke ich ein nettes Feature neben dem Buchungstool: "Worldmap". Super Sache denke ich, gleich drauf clicken, dann kann ich auf der Karte meine Route aussuchen.


Mach ich auch gleich. Zuerst lädt der Browser und lädt und lädt. Die Klippe einmal umschifft zeigt sich mir eine Weltkarte. Instinktiv klicke ich auf Afrika (da kommen wir ja alle her, nicht wahr?!). Johannesburg ist meine Destination. Ich klicke auf den Städtenamen und erwarte, dass das Reservierungsformular nun vorausgefüllt wird. Denkste. Ich klick wie wild, nichts passiert. Ich scrolle noch oben, gen Europa. Bei Äthiopien mache ich einen Schlenker nach rechts und komme in Jeddah an. Und da sind sie plötzlich die feinen Netzlinien. Ein Pop-Up geht auf wo vorausgefüllt meine Abgangsdestination drin ist. Aha, es geht also doch, nur wie...

Nach weiteren Minuten finde ich heraus, nicht auf den Schriftzug muss ich klicken, sondern auf das Quadrat, dass die Station (Airline Lingo) auszeichnet. Jetzt steht also Jeddah drin. Unten dran heisst es im Pop-Up "Click on Flight to select". Also click ich drauf; nichts passiert. Okay, dass war ja auch nicht der Flug, ich bin mal wieder etwas zu streng gewesen mit dem Anspruch, dass da wo click steht ich direkt auch clicken können müsste.


Im nächsten Schritt will ich meine Destination (Zürich in diesem Fall) in das Pop-Up eingeben. Geht leider nicht. Wie mache ich das also bloss? Eher per Zufall fahre ich über die Netzlinie Jeddah - Frankfurt (Das sehe ich natürlich nicht, weil die Linie aus dem Kartenausschnitt hinausgeht) und siehe da, plötzlich ist das zweite Feld ausgefüllt. Leider falsch, weil ich nach Zürich will, aber eben ich kann ja nichts in das Feld eingeben. Trotzdem, jetzt sind wir so weit gekommen, dann halt ein bisschen Mut für eine andere Kombination und einen Umweg via Frankfurt.

Jetzt clicken (wo genau?), dann krieg ich sicher den Flugplan?! Wieder nichts. Stattdessen sehe ich das links, das Buchungsformular vorausgefüllt ist, und das punkto Städtenamen auch nur mit den IATA 3Buchstaben Abkürzungen. Die verstehe ich natürlich nicht und bin mir nun nicht ganz sicher, ob das System von Jeddah bis Frankfurt die Flüge heraussucht oder was anderes tut. Wiederum: Mut zur Lücke!

Endlich lande ich auf dem Resultat...

Fazit: Gelungener Relaunch, nicht gelunge Details. Etwas mehr Usability Testing hätte der Website sehr gut getan. Besser machen, bitte!


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Frage: Was machen im Angesicht einer echten Herausforderung? Antwort: Stockdale Paradox!

Der lokale Suchen & Finden Markt, bis vor kurzem weltweit von den Gelben Seiten Verlegern dominiert, befindet sich in einem profunden Umbruch. Das Internet ist schuld. Einmal mehr.

Dieser lokale Suchen & Finden Markt ist heute das Ziel von gerade ein paar der weltbesten Firmen. Eine davon - no prizes for guessing that's Google - will sogar ihren europäischen Hauptsitz nach Zürich verlegen. So quasi vor unsere Haustür.

Für Suchmaschienenbetreiber ist dieser Markt der nächste logische Schritt: Die grossen Werbetreibenden sind irgendwann abgeschöpft und wie die OECD (pdf, 3.7MB) zu berichten weiss, werden irgendwo zwischen 50% bis 60% der ökonomischen Aktivität durch Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) geleistet. Es ist also sehr interessant in diesem Markt spezifische Angebote zu machen. 

Deswegen jetzt den Kopf hängen lassen? Nein! In dem Zusammenhang ist mir vor kurzem wieder einmal folgende Passage begegnet: Im Buch "From Good to Great" von Jim Collins (Wer das Buch jetzt noch nicht gelesen hat, dem sei's echt empfohlen) beschreibt er eine Konversation mit Admiral Jim Stockdale.

Jim Stockdale sass acht (8!) Jahre im berüchtigten Hanoi Hilton in vietnamesischer Kriegsgefangschaft. Viele Kriegsgefangene starben während der ersten Monate ihrer bitteren Gefangenschaft. Wie hat er acht grauenhafte Jahre überlebt?

Stockdale beschreibt das so:

“I never lost faith in the end of the story. I never doubted not only that I would get out, but also that I would prevail in the end and turn the experience into the defining event of my life, which, in retrospect, I would not trade.”

Unglaublich. Acht Jahre Folter und trotzdem nie den Glauben an das Gute Ende der Geschichte verloren. Warum hat er das geschafft und die anderen Mitgefangen oft nicht?

“The optimists. They were the ones who said ‘we’re going to be out by Christmas’. And, Christmas would come and Christmas would go. Then they’d say, ‘We’re going to be out by Easter.’ And Easter would come, and Easter would go. And then Thanksgiving, and then it would be Christmas again. Then they died of a broken heart.”

Auf der einen Seite ein felsenfester Glaube an ein gutes Ende der Tortur, anderseits aber eine genau so klare Auseinandersetzung mit den nakten und harten Tatsachen? Stockdale sagt dazu:  

“You must never confuse faith that you will prevail in the end – which you can never afford to lose – with the discipline to confront the most brutal facts of your current reality, whatever they might be.”

Mit diesen auf den ersten Blick widersprüchlichen Aussagen gleichzeitig seinem Bewusstsein, hat er überlebt. Ich denke es ist - wenn auch unvergleichlich weniger schlimm - ähnlich bei unserer Herausforderung: Wir kennen unser Ziel; der Weg dahin ist äusserst risikoreich und wir werden gewinnen.

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Heute in: eigentlich heute im Emmental

Anlässlich des Directories Day im schönen Emmental unterwegs. Vorhin haben wir auf dem Knubel die Alphornmacherei von Bachmanns besucht. Herr Bachmann hat uns erklärt, wie ein Alphorn gebaut wird. Leider regnet es ziemlich ununterbrochen. Das erste Mal seit 7 Jahren an eben diesem Kundentag, wie Richard Erismann zu berichten wusste. Nun denn, jetzt gehts nach Sumiswald zum Zmittag.
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